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Imkerlexikon

Begriffe aus der Imkerei, kurz und belegt erklärt.

A

  • Abkehrbesen Der Abkehrbesen ist ein schmaler, weicher Handbesen, mit dem Bienen von einer Wabe oder von der Beutenwand gestreift werden.
  • Ableger Ein Ableger ist ein junges Kleinvolk, das der Imker aus dem Material eines starken Wirtschaftsvolkes bildet.
  • Abschwefeln Als Abschwefeln bezeichnet man das Abtöten eines kompletten Bienenvolkes durch verbrennenden Schwefel in der Beute.
  • Abschäumen Nach dem Schleudern läuft der Honig über ein Sieb in den Eimer und wird dort einige Stunden geschlossen stehen gelassen.
  • Absperrgitter Das Absperrgitter ist ein Gitter aus Metall oder Kunststoff, das zwischen Brutraum und Honigraum eingelegt wird.
  • Alarmpheromon Beim Stechen setzt eine Biene an der Basis ihres Stachels und aus den Mandibeldrüsen ein Alarmpheromon frei, eine chemisch komplexe Mischung aus Dutzenden Duftstoffen.
  • Ameisensäure Ameisensäure ist eine organische Säure und zählt zu den zugelassenen Wirkstoffen gegen die Varroose.
  • Ammenbiene Junge Arbeiterin, die etwa ab dem vierten Lebenstag und bis zum zehnten oder zwölften Tag die Brut versorgt.
  • Anmeldepflicht des Bienenhalters Wer in Deutschland Bienen halten will, muss das spätestens bei Beginn der Tätigkeit der zuständigen Behörde anzeigen, unter Angabe der Zahl der Bienenvölker und ihres Standortes.
  • Arbeiterin Arbeiterinnen sind die weiblichen Bienen, die den Alltag im Volk erledigen.
  • Auswaschmethode Die Auswaschmethode, auch Alkoholauswaschung genannt, gilt unter den gängigen Verfahren zur Bestimmung des Varroabefalls als besonders genau.

B

  • Backhonig Backhonig ist nach der Honigverordnung Honig, der für industrielle Zwecke oder als Zutat für andere Lebensmittel geeignet ist und der einen fremden Geschmack oder Geruch aufweisen, in Gärung übergegangen sein, gegoren haben oder überhitzt worden sein kann.
  • Bannwabe Die Bannwabe, die in einer sogenannten Wabentasche steckt, ist ein Hilfsmittel der biotechnischen, also chemiefreien Varroabekämpfung.
  • Baurahmen Der Baurahmen ist ein leeres Rähmchen ohne Mittelwand, das die Bienen im freien Naturwabenbau selbst ausbauen.
  • Befallsgrad Der Befallsgrad beschreibt, wie stark ein Bienenvolk zu einem bestimmten Zeitpunkt von der Varroamilbe betroffen ist, meist ausgedrückt als Verhältnis der Milbenzahl zur Anzahl der beprobten Bienen oder als täglicher natürlicher Milbenfall.
  • Begattungskästchen Ein Begattungskästchen ist eine sehr kleine Beute, in der eine junge Königin bis zur Begattung und zum Beginn der Eiablage gehalten wird.
  • Belegstelle Eine Belegstelle ist ein abgelegener Platz, an dem ausschließlich ausgewählte Drohnenvölker stehen und an dem Königinnen kontrolliert angepaart werden.
  • Bestandsbuch Das Bestandsbuch ist der Nachweis darüber, welche Arzneimittel ein Imker in seinen Völkern angewendet hat.
  • Bestiften Das Ablegen von Eiern durch die Königin. Sie prüft zuerst die gereinigte Zelle, senkt dann ihren Hinterleib hinein und heftet das Ei am Zellboden fest, wo es aufrecht steht.
  • Bestäubung Bestäubung heißt: Blütenstaub muss auf die Narbe einer Blüte gelangen, damit sich Samen und Früchte bilden können.
  • Beute Die Behausung eines Bienenvolkes in der Imkerei.
  • Beutenboden Der Boden ist das unterste Bauteil der Beute und trägt das Flugloch.
  • Bienen Bienen sind eine sehr artenreiche Insektengruppe.
  • Bienenabstand Der Bienenabstand, im Englischen auch bee space genannt, bezeichnet den Freiraum zwischen zwei Wabenflächen oder zwischen einer Wabe und der Beutenwand, den Honigbienen weder mit Wachs verbauen noch mit Kittharz verschließen.
  • Bienenbrot Der in den Zellen eingelagerte und milchsauer vergorene Pollen.
  • Bienenflucht Die Bienenflucht ist eine kleine Einwegvorrichtung, die den Bienen aus dem Honigraum den Weg nach unten in den Brutraum freigibt, ihnen aber die Rückkehr nach oben versperrt.
  • Bienengift Bienengift, fachlich Apitoxin, ist das saure Sekretgemisch aus der Giftdrüse der Arbeiterin.
  • Bienenhaus Ein Bienenhaus ist ein festes Gebäude, in dem mehrere Beuten stehen und in dem zugleich Geräte, Waben und oft auch die Schleuder untergebracht sind.
  • Bienenkiste Die Bienenkiste ist ein einräumiger Liegekasten, der von Mellifera e.V.
  • Bienensachverständiger Bienensachverständige sind geschulte Imker, die die Veterinärbehörden in Fragen der Bienengesundheit unterstützen.
  • Bienenschwarm Das Schwärmen ist die natürliche Vermehrung des Bienenvolkes.
  • Bienenseuchen-Verordnung Die Bienenseuchen-Verordnung ist die zentrale deutsche Vorschrift zum Schutz der Bienenbestände vor Seuchen.
  • Bienenstand Als Bienenstand bezeichnet man den Platz, an dem ein Imker seine Völker aufgestellt hat, und zugleich die einfache Überdachung oder das Gestell, auf dem die Beuten stehen.
  • Bienenwachs Bienenwachs ist das Baumaterial des Volkes und wird von den Wachsdrüsen junger Arbeiterinnen ausgeschwitzt.
  • Blatthonig Blatthonig ist eine besondere Form von Honigtauhonig, die von Blattläusen und ähnlichen Insekten stammt, die auf Laubbäumen wie Eichen oder Ahorn leben, im Unterschied zu Fichten- oder Tannenhonig, die von Nadelbäumen stammen.
  • Blütenhonig Blütenhonig, in der Honigverordnung auch Nektarhonig genannt, ist Honig, der vollständig oder überwiegend aus dem Nektar von Pflanzen stammt.
  • Brutdistanzierung Brutdistanzierung bezeichnet in der Imkerei eine Gruppe biotechnischer Maßnahmen, bei denen die Eiablage der Königin zeitlich oder räumlich von der bereits vorhandenen Brut getrennt wird, um den Vermehrungszyklus der Varroamilbe zu unterbrechen.
  • Bruthygiene Bruthygiene bezeichnet die Fähigkeit eines Volkes, geschädigte, kranke oder abgestorbene Brut zu erkennen, zu entdeckeln und auszuräumen.
  • Brutling Brutling ist ein anderer Name für den Brutableger, also die in Deutschland mit Abstand am häufigsten verwendete Form der Ablegerbildung.
  • Brutnest Das Brutnest ist der Bereich der Waben, in dem die Königin stiftet und die Brut heranwächst.
  • Brutraum Der Brutraum ist der Bereich einer Bienenbeute, in dem sich das eigentliche Nest des Volkes befindet: dort legt die Königin ihre Eier ab, dort wachsen Larven heran und dort lagern die Bienen Pollen und einen Teil ihrer Vorräte in unmittelbarer Nähe der Brut.
  • Buckelbrut Buckelbrut nennt man das charakteristische, unregelmäßig gewölbte Brutbild, das entsteht, wenn Drohnenlarven in eigentlich zu kleinen Arbeiterinnenzellen heranwachsen.
  • Buckfast-Biene Die Buckfast-Biene ist keine Unterart, sondern eine Zuchtherkunft.

C

  • Carnica Die Kärntner Biene, in Mitteleuropa die am weitesten verbreitete Rasse der Westlichen Honigbiene.

D

  • Dadant Die Dadant-Beute geht auf den amerikanischen Imker Charles Dadant zurück, der sie in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts entwickelte.
  • Dampfwachsschmelzer Im Dampfwachsschmelzer werden ganze Rähmchen eingehängt oder eingestellt und mit Wasserdampf ausgeschmolzen.
  • Der Bien Als Bien bezeichnet man das Bienenvolk als Ganzheit, also nicht die Summe einzelner Insekten, sondern ein Lebewesen eigener Art.
  • Deutsch-Normalmaß Das Deutsch-Normalmaß, kurz DNM, ist ein Rähmchenmaß mit einem Außenmaß von 370 mal 223 Millimetern, das 1880 als Normalmaß festgelegt und nach dem Zweiten Weltkrieg zur Vereinheitlichung der vielen regional gewachsenen Rähmchengrößen im deutschsprachigen Raum als Deutsch-Normalmaß eingeführt wurde.
  • Deutscher Imkerbund Der Deutsche Imkerbund ist der Dachverband der deutschen Imkerei.
  • Diastase Diastase ist ein Enzym, das die Bienen dem Honig bei der Verarbeitung beimischen und das stärkeartige Kohlenhydrate spalten kann.
  • Drohn Der Drohn ist die männliche Biene im Volk.
  • Drohnenbrütigkeit Von Drohnenbrütigkeit spricht man, wenn ein Volk nur noch Drohnen erzeugt.
  • Drohnenmütterchen Ein Drohnenmütterchen ist eine Arbeitsbiene, die in einem lange weisellosen Volk selbst zu einer eierlegenden Biene wird.
  • Drohnenrahmen Der Drohnenrahmen ist im Kern dasselbe wie der Baurahmen: ein Rähmchen ohne vorgegebene Mittelwand, das die Bienen mit den für Drohnen typischen, deutlich größeren Zellen ausbauen.
  • Drohnensammelplatz Ein Drohnensammelplatz ist ein Treffpunkt in der Luft, an dem sich die Drohnen vieler Völker aus der weiteren Umgebung versammeln und auf jungfräuliche Königinnen warten.
  • Dunkle Biene Die Dunkle Biene, wissenschaftlich Apis mellifera mellifera, ist die ursprünglich in Mittel-, West- und Nordeuropa nördlich der Alpen heimische Unterart der Honigbiene.

E

  • Einwinterung Einwinterung nennt man alles, was ein Volk nach der letzten Honigernte auf die kalte Jahreszeit vorbereitet.
  • Elektrische Leitfähigkeit Die elektrische Leitfähigkeit ist einer der wichtigsten Messwerte der Honiganalytik.
  • Entdeckeln Beim Entdeckeln werden die dünnen Wachsdeckel entfernt, mit denen die Bienen reife Honigzellen verschließen.
  • Erweiterung Erweitern heißt, einem wachsenden Volk mehr Platz zu geben, indem man Rähmchen oder Mittelwände einhängt oder gleich eine ganze Zarge aufsetzt.

F

  • Facettenauge (Komplexauge) Facettenauge und Komplexauge bezeichnen dasselbe Organ: die beiden großen, seitlich am Kopf sitzenden Augen der Biene.
  • Fegling Der Fegling ist eine Variante des Kunstschwarms und bezeichnet ein neues Bienenvolk, das entsteht, indem Bienen von den Waben verschiedener Völker abgefegt, also mit einem Bienenbesen abgekehrt, und in eine leere Beute gegeben werden.
  • Fettkörper Der Fettkörper ist das zentrale Speicher- und Stoffwechselorgan der Biene und liegt vor allem im Hinterleib.
  • Flachzarge Als Flachzarge oder Halbzarge bezeichnet man eine Zarge, die niedriger ist als die Brutraumzarge desselben Systems und entsprechend niedrigere Rähmchen aufnimmt.
  • Flugling Beim Flugling nutzt die Imkerin oder der Imker das Heimkehrverhalten der Flugbienen aus, um ein neues Volk zu bilden.
  • Flugloch Der Eingang der Beute und zugleich das Fenster, durch das sich ein Volk beurteilen lässt, ohne es zu öffnen.
  • Fluglochkeil Der Fluglochkeil ist ein einfaches Hilfsmittel aus Holz oder Kunststoff, mit dem sich die Öffnung des Fluglochs verkleinern lässt, ohne es vollständig zu verschließen.
  • Frühtracht Frühtracht ist die erste ergiebige Tracht des Jahres, aus der geerntet wird.
  • Futterkranzprobe Der Futterkranz ist der Ring aus Honig- und Pollenzellen unmittelbar um das Brutnest.
  • Futtersaftdrüse Die Futtersaftdrüsen, auch Hypopharynxdrüsen oder Hypopharyngealdrüsen genannt, liegen paarig im Kopf der Arbeiterin.
  • Futtertasche Die Futtertasche ist ein wannenförmiger Behälter, der anstelle eines Rähmchens in die Zarge gehängt wird und Futtersirup aufnimmt.
  • Futterwabe Eine Wabe, die überwiegend verdeckelten Honig oder eingelagertes Futter enthält.
  • Futterzarge Die Futterzarge ist eine besondere Zarge, die im Gegensatz zu den übrigen Zargen einer Magazinbeute keine Rähmchen aufnimmt, sondern über einen geschlossenen Boden verfügt und so als Behälter für flüssiges Futter dient.
  • Fächeln Fächeln ist das Flügelschlagen der Bienen an Ort und Stelle, mit dem sie einen Luftstrom erzeugen.

G

  • Gelée royale Der Futtersaft aus den Kopfdrüsen der Ammenbienen, auch Weiselfuttersaft genannt.
  • Gemüll Als Gemüll bezeichnet man in der Imkerei das Material, das im Lauf der Zeit von den Waben nach unten auf den Boden des Bienenstocks fällt.
  • Gemüll Als Gemüll bezeichnet man alles, was im Volk anfällt und auf den Beutenboden rieselt: Wachsteilchen von aufgenagten Zelldeckeln, Pollenreste, Futterkristalle, Beinchen und Flügel toter Bienen und eben auch abgefallene Varroamilben.
  • Gesundheitszeugnis Das Gesundheitszeugnis nach Paragraf 5 der Bienenseuchen-Verordnung ist die Bescheinigung eines beamteten Tierarztes, die beim Verbringen von Bienenvölkern in einen anderen Behördenbezirk vorzulegen ist.
  • Gitterboden Der Gitterboden ist der unterste Bestandteil vieler moderner Magazinbeuten und besteht aus einem feinmaschigen Gitter anstelle eines geschlossenen Holzbodens.
  • Gärung des Honigs Honig gärt, wenn Hefen die Zucker zu Alkohol und Kohlendioxid abbauen.

H

  • HMF (Hydroxymethylfurfural) HMF steht für Hydroxymethylfurfural, einen Stoff, der beim Erhitzen und bei langer oder falscher Lagerung von Honig aus dem Zucker Fruktose entsteht.
  • Haplodiploidie Bei der Honigbiene entstehen Königin und Arbeiterinnen aus befruchteten, doppelten Eizellen, Drohnen dagegen aus unbefruchteten, einfachen Eiern.
  • Hinterbehandlungsbeute Die Hinterbehandlungsbeute ist eine ältere Bauform der Bienenwohnung, bei der der Imker nicht wie bei der heutigen Magazinbeute von oben, sondern von der Rückseite des feststehenden Kastens aus arbeitet.
  • Hofstaat Als Hofstaat bezeichnet man die Gruppe junger Ammenbienen, die eine Bienenkönigin im Volk ständig umgibt und versorgt.
  • Honig abfüllen Das Abfüllen ist der letzte Schritt der Honigverarbeitung, bei dem der fertig geklärte und je nach gewünschter Konsistenz gerührte Honig in seine Verkaufsgläser kommt.
  • Honigblase Die Honigblase ist eine dehnbare Erweiterung des Vorderdarms im Hinterleib der Biene, direkt hinter der Wespentaille gelegen.
  • Honigkennzeichnung Auf ein Honigglas gehören die Verkehrsbezeichnung, die Nettofüllmenge, das Mindesthaltbarkeitsdatum, Name und Anschrift des Lebensmittelunternehmers und die Angabe des Ursprungslandes.
  • Honigraum Der Honigraum ist jener Teil der Bienenbeute, den die Bienen ausschließlich zum Einlagern und Reifen von Nektar und Honig nutzen, während die Aufzucht der Brut im darunterliegenden Brutraum stattfindet.
  • Honigschleuder Die Honigschleuder ist das zentrale Gerät der Honigernte.
  • Honigtau Honigtau ist kein pflanzliches, sondern ein tierisches Ausscheidungsprodukt, das von Blattläusen, Schildläusen und ähnlichen Insekten stammt, die den zuckerhaltigen Saft aus den Siebröhren von Bäumen saugen und den überschüssigen Zucker als klebrige Tropfen wieder ausscheiden.
  • Honigverordnung Die Honigverordnung ist die zentrale gesetzliche Grundlage für Honig in Deutschland und setzt die europäische Honigrichtlinie in nationales Recht um.
  • Honigwabe Eine Wabe aus dem Honigraum, die reifen Honig enthält.

I

  • Imker-Honig-Glas Das Imker-Honig-Glas mit dem Gewährverschluss des Deutschen Imkerbundes ist ein eingetragenes Warenzeichen und keine bloße Verpackung.
  • Impfen des Honigs Impfen bezeichnet in der Imkerei das gezielte Zumischen kleiner, bereits feinkristalliner Honiganteile zu flüssigem Honig, damit die Kristallisation kontrolliert und gleichmäßig verläuft.
  • Innendeckel und Folie Zwischen der obersten Zarge und dem eigentlichen Deckel liegt der Innendeckel.
  • Instrumentelle Besamung Bei der instrumentellen Besamung, auch künstliche Besamung genannt, wird der Königin unter dem Stereomikroskop Drohnensperma mit einer feinen Glaskanüle übertragen.
  • Invertase Invertase ist ein Enzym, das die Bienen beim Eintragen und Verarbeiten von Nektar oder Honigtau mit ihrem Speichel dem Honig beimischen.

K

  • Kandieren Kandieren ist die umgangssprachliche Bezeichnung für das natürliche Auskristallisieren von Honig, bei dem sich der gelöste Traubenzucker in Form fester Kristalle abscheidet und der Honig von einer flüssigen in eine feste oder cremige Konsistenz übergeht.
  • Kastenwesen Im Bienenvolk gibt es drei Kasten: die Königin als einziges voll fortpflanzungsfähiges Weibchen, die Arbeiterinnen als tausende nicht fortpflanzungsfähige Weibchen und die Drohnen als mehrere hundert Männchen im Frühjahr und Sommer.
  • Kittharz Der volkstümliche Name für Propolis. Die Bienen sammeln Harz von Knospen, vor allem an Pappeln und Nadelbäumen, und vermischen es mit Wachs und Speichel.
  • Klotzbeute Die Klotzbeute ist eine der ältesten künstlichen Bienenwohnungen und besteht aus einem ausgehöhlten Baumstamm, in den seitlich ein Flugloch geschnitten und in dessen Innerem quer Holzstäbe eingesetzt werden, an denen die Bienen ihre Waben aufhängen.
  • Klärbehälter Der Klärbehälter ist ein großes Gefäß, meist aus lebensmittelechtem Edelstahl, in dem frisch geschleuderter und gesiebter Honig vor dem Abfüllen einige Tage ruhen kann.
  • Kristallisation Honig kristallisiert, sobald ein Zucker seine Sättigungsgrenze überschreitet und aus der übersättigten Lösung ausfällt.
  • Kunstschwarm Ein Kunstschwarm ist ein von der Imkerin oder dem Imker gezielt hergestelltes Bienenvolk, das den natürlichen Schwarmvorgang nachahmt.
  • Kuntzsch-Maß Das Kuntzsch-Maß ist ein älteres deutsches Rähmchenmaß, das vor allem in Sachsen, Thüringen und angrenzenden Gebieten verbreitet war und dort teilweise bis heute genutzt wird.
  • Königin Die Königin ist das einzige voll entwickelte Weibchen im Volk.
  • Königinnenflugling Der Königinnenflugling ist eine Form der Schwarmvorwegnahme: Der Imker teilt ein schwarmtriebiges Volk selbst, statt auf den Schwarm zu warten.
  • Königinnensubstanz Als Königinnensubstanz bezeichnet man das Pheromongemisch, das die Königin vor allem in ihren Mandibeldrüsen bildet.
  • Königinnenzeichnung Die Königinnenzeichnung ist die Markierung einer Bienenkönigin mit einem kleinen Farbpunkt auf dem Rückenschild, meist mit einem lackartigen Zeichenstift oder einem aufgeklebten Opalithplättchen.
  • Körung Die Körung ist die förmliche Anerkennung einer Königin als Zuchtmutter durch den zuständigen Zuchtverband.

L

  • Langstroth Die Langstroth-Beute geht auf den amerikanischen Pfarrer und Imker Lorenzo Langstroth zurück, der 1852 die erste Beute mit durchgängig beweglichen Rähmchen patentieren ließ und dabei den Bienenabstand als Konstruktionsprinzip nutzte.
  • Lebensmittelunternehmer Wer Honig regelmäßig abgibt, ist lebensmittelrechtlich Lebensmittelunternehmer, auch als Hobbyimker und auch dann, wenn er ihn nicht verkauft; nur gelegentliches Weitergeben im kleinen Rahmen begründet nach dem Leitfaden der Europäischen Kommission noch kein Unternehmen.
  • Leerwabe Als Leerwabe bezeichnet man eine bereits vollständig ausgebaute Wabe, deren Zellen von den Bienen fertig geformt wurden, die aber weder Brut noch Vorräte wie Honig oder Pollen enthält.
  • Leistungsprüfung Die Leistungsprüfung ist die planmäßige Beurteilung von Bienenvölkern nach festgelegten Merkmalen über eine ganze Saison.
  • Leitsätze für Honig Die Leitsätze für Honig sind Teil des Deutschen Lebensmittelbuchs und beschreiben, was nach allgemeiner Verkehrsauffassung unter bestimmten Bezeichnungen wie Akazienhonig, Rapshonig oder Waldhonig verstanden wird.
  • Liebefelder Schätzmethode Die Liebefelder Schätzmethode ist ein standardisiertes Verfahren, um die Stärke eines Bienenvolkes deutlich genauer zu erfassen als über das bloße Zählen besetzter Wabengassen.
  • Los-Kennzeichnung Ein Los ist die Gesamtheit der Verkaufseinheiten, die unter praktisch gleichen Bedingungen erzeugt oder abgefüllt wurden.
  • Läppertracht Läppertracht nennt man den kleinteiligen, über viele Pflanzenarten verteilten Nektar- und Polleneintrag, bei dem die Waage nur wenig oder gar nicht steigt, das Volk aber laufend versorgt wird.

M

  • Magazinbeute Die Magazinbeute ist die heute in Deutschland mit Abstand am weitesten verbreitete Form der Bienenbehausung.
  • Massentracht Als Massentracht bezeichnet man großflächig und gleichzeitig blühende Trachtquellen, die in kurzer Zeit sehr viel Nektar und Pollen liefern.
  • Meldepflichtige Bienenseuchen Seit dem 11. März 2026 regelt in Deutschland die Tierseuchenmeldeverordnung, welche Seuchen der zuständigen Behörde gemeldet werden müssen.
  • Melezitose Melezitose ist ein Dreifachzucker, der aus zwei Molekülen Traubenzucker und einem Molekül Fruchtzucker besteht und vor allem im Honigtau bestimmter Blattlausarten vorkommt, insbesondere auf Fichten und anderen Nadelbäumen.
  • Met Met, auch Honigwein, entsteht durch die Vergärung von Honig in Wasser.
  • Metamorphose Die vollständige Verwandlung der Biene vom Ei über Larve und Puppe zum fertigen Insekt.
  • Mittelwand Eine dünne, geprägte Wachsplatte, die als Bauvorlage in ein Rähmchen eingelötet wird.
  • Mäusegitter Das Mäusegitter verschließt im Winter das Flugloch so weit, dass Bienen ein und aus können, Mäuse aber draußen bleiben.

N

  • Nachschaffungszelle Eine Nachschaffungszelle ist eine Weiselzelle, die ein Bienenvolk im Notfall baut, wenn die Königin plötzlich verloren geht, etwa durch Tod, Krankheit oder einen Imkerfehler.
  • Nassanoff-Drüse Die Nassanoff-Drüse, auch Sterzeldrüse oder Duftdrüse genannt, liegt am hinteren Rand des Hinterleibs einer Arbeiterin, genauer am vorderen Teil des siebten Rückenschildes.
  • Naturbau Von Naturbau spricht man, wenn die Bienen ihre Waben ohne vorgegebene Mittelwand selbst aufbauen.
  • Nektar Die zuckerhaltige Flüssigkeit, die Pflanzen in ihren Blüten abscheiden, um Bestäuber anzulocken.
  • Nosematose Die Nosematose ist eine Erkrankung des Mitteldarms erwachsener Bienen.

O

  • Oberträgerbeute Die Oberträgerbeute, international Top Bar Hive genannt, ist ein liegender Kasten mit schrägen Seitenwänden, in dem die Bienen ihre Waben frei an Oberträgern aufbauen.
  • Ocellen Neben den beiden großen Facettenaugen tragen Bienen auf der Stirn drei winzige Punktaugen, die Ocellen.
  • Oxalsäure Oxalsäure ist ein zugelassener Wirkstoff gegen die Varroamilbe und der übliche Wirkstoff für die Winterbehandlung, die sogenannte Restentmilbung.

P

  • Pflegevolk Das Pflegevolk ist das Volk, das die umgelarvten Zuchtlarven annimmt, mit Weiselfuttersaft versorgt und zu Königinnen heranzieht.
  • Pheromone Duftstoffe, mit denen sich die Bienen im Volk verständigen.
  • Pollen Der Blütenstaub, den die Bienen als einzige Eiweißquelle sammeln.
  • Pollenanalyse Die Pollenanalyse, fachsprachlich auch Melissopalynologie genannt, ist eine mikroskopische Untersuchungsmethode, mit der die botanische und geografische Herkunft von Honig überprüft wird.
  • Pollenhöschen Das Pollenhöschen ist das Pollenpaket, das eine Sammelbiene außen an den Hinterbeinen trägt.
  • Pollenwabe Eine Wabe mit eingelagertem Pollen, meist in einem Kranz rund um das Brutnest.
  • Polyandrie Polyandrie bedeutet, dass sich die Königin mit mehreren Männchen paart.
  • Presshonig Presshonig ist Honig, der durch Pressen brutfreier Waben gewonnen wird, ohne Erwärmung oder mit Erwärmung auf höchstens 45 Grad.
  • Propolis Das Harzgemisch, mit dem die Bienen ihren Stock abdichten und keimarm halten.
  • Puderzuckermethode Die Puderzuckermethode ist ein bienenschonendes Verfahren, um den Varroabefall eines Volkes einzuschätzen, ohne die entnommenen Bienen dabei zu töten.
  • Puppe Das Entwicklungsstadium zwischen Larve und fertiger Biene, das in der verdeckelten Zelle stattfindet.

R

  • Refraktometer Ein Refraktometer ist ein optisches Messgerät, mit dem Imker den Wassergehalt ihres Honigs selbst bestimmen können, ohne eine Probe ins Labor schicken zu müssen.
  • Restvolk Das, was nach dem Abgang eines Schwarms im Stock zurückbleibt: die Jungbienen, die verdeckelte Brut und die reifenden Weiselzellen.
  • Rundmade und Streckmade Die Larve der Biene durchläuft zwei gut unterscheidbare Erscheinungsformen.
  • Rähmchen Der Holzrahmen, in dem eine Wabe hängt. Er macht die Wabe beweglich, was die gesamte moderne Imkerei überhaupt erst möglich macht.
  • Räuberei Von Räuberei spricht man, wenn Bienen in fremde Völker eindringen, um deren Vorräte zu erbeuten.
  • Rückstände im Wachs Bienenwachs speichert Fremdstoffe besonders zuverlässig, weil es aus lipophilen, also fettliebenden Molekülen aufgebaut ist.
  • Rühren des Honigs Das Rühren des Honigs ist eine handwerkliche Technik, mit der Imker die natürliche Kristallisation gezielt steuern, damit der Honig am Ende streichfähig und feincremig wird statt grobkörnig und hart.
  • Rüssel Der Rüssel der Biene ist ein aus mehreren Mundwerkzeugen zusammengesetztes Saug- und Leckorgan.

S

  • Sammelbiene Die Sammelbiene, auch Flugbiene genannt, ist eine Arbeiterin im letzten Abschnitt ihres Lebens.
  • Sanftmut Sanftmut ist eines der vier klassischen Merkmale der Leistungsprüfung.
  • Schröpfen Das gezielte Entnehmen von Brutwaben mit ansitzenden Bienen aus einem sehr starken Volk.
  • Schwarmkontrolle Schwarmkontrolle bezeichnet die regelmäßige Durchsicht eines Bienenvolkes während der Frühjahrs- und Frühsommermonate, um rechtzeitig zu erkennen, ob es Schwarmzellen anlegt.
  • Schwarmtraube Der Bienenklumpen, den ein ausgezogener Schwarm bildet, meist an einem Ast in der Nähe des Muttervolkes.
  • Schwarmvorwegnahme Die Schwarmvorwegnahme ist eine Methode, mit der man den natürlichen Schwarmabgang eines Volkes nachahmt, statt ihn einfach zu unterbinden.
  • Schwarmzelle Die Schwarmzelle ist eine Weiselzelle, die ein Bienenvolk vorausschauend anlegt, wenn es sich auf natürliche Vermehrung durch Schwärmen vorbereitet.
  • Schwänzeltanz Die Bienensprache für weiter entfernte Trachtquellen.
  • Segeberger Beute Die Segeberger Beute ist eine Magazinbeute aus geschäumtem Hartstyropor (EPS), die nach der Imkerschule in Bad Segeberg in Schleswig-Holstein benannt ist und vor allem im Norden Deutschlands stark verbreitet ist.
  • Smoker Der Smoker, auch Rauchgerät genannt, ist das klassische Werkzeug, um Bienenvölker bei der Durchsicht ruhig zu stellen.
  • Sommerbiene Sommerbienen sind die Arbeiterinnen der Trachtzeit.
  • Sonnenwachsschmelzer Der Sonnenwachsschmelzer ist ein flacher, mit Glas oder Doppelstegplatten abgedeckter Kasten, in dem Wabenreste und Entdeckelungswachs allein durch Sonnenwärme schmelzen.
  • Sortenhonig Als Sortenhonig bezeichnet man Honig, der überwiegend von einer bestimmten Pflanzenart stammt und deshalb mit einer botanischen Bezeichnung wie Rapshonig, Akazienhonig oder Lindenhonig verkauft werden darf.
  • Sperrbezirk Wird an einem Bienenstand die Amerikanische Faulbrut amtlich festgestellt, erklärt die zuständige Behörde das Gebiet in einem Umkreis von mindestens einem Kilometer um diesen Stand zum Sperrbezirk.
  • Spielnäpfchen Spielnäpfchen sind kleine, kugelig geformte Wachsnäpfchen, die Bienen auf der Wabenfläche oder am Wabenrand anlegen, ohne dass die Königin bereits ein Ei hineingelegt hat.
  • Spritzprobe Die Spritzprobe ist ein einfacher Praxistest, mit dem Imker vor der Ernte prüfen, ob der Honig in den Waben schon reif genug zum Schleudern ist.
  • Stachelapparat Der Stachelapparat der Biene ist ein umgebauter Legebohrer und kommt deshalb nur bei weiblichen Tieren vor, also bei Arbeiterinnen und der Königin.
  • Standbegattung Bei der Standbegattung werden die Begattungseinheiten mit den jungen Königinnen einfach am eigenen Bienenstand aufgestellt.
  • Stifte Die frisch gelegten Eier der Königin. Sie stehen einzeln und aufrecht am Zellboden und sind winzig, gut einen Millimeter lang.
  • Stille Umweiselung Der Königinnenwechsel ohne Schwarm und ohne Zutun des Imkers.
  • Stockbiene Als Stockbiene bezeichnet man eine Arbeiterin in der ersten Phase ihres erwachsenen Lebens, in etwa vom ersten bis zum zwanzigsten Lebenstag.
  • Stockgeruch Der gemeinsame Duft eines Volkes, zusammengesetzt aus den Pheromonen der Königin, dem Wabenmaterial, dem eingetragenen Futter und dem Erbgut der Bienen.
  • Stockkarte Die Stockkarte ist die Aufzeichnung zu einem einzelnen Bienenvolk.
  • Stockmeißel Der Stockmeißel, auch Hebemeißel genannt, gehört zur Grundausstattung jedes Imkers und begleitet praktisch jede Volksdurchsicht.
  • Stockwaage Eine Stockwaage steht unter einem Bienenvolk und zeichnet dessen Gewicht auf.

T

  • Tanzsprache Kehrt eine Sammelbiene von einem lohnenden Flug zurück, tanzt sie auf der Wabe und wirbt damit weitere Bienen für dieselbe Quelle.
  • Teilen und Behandeln Teilen und Behandeln, oft mit TuB abgekürzt, ist ein von Bieneninstituten empfohlenes biotechnisches Konzept zur Varroabekämpfung, das die Spätsommerpflege mit einer besonders wirksamen Behandlung verbindet.
  • Tierarzneimittel Jedes Mittel, das zur Behandlung einer Krankheit am Bienenvolk eingesetzt wird, ist ein Tierarzneimittel und muss ein staatliches Zulassungsverfahren durchlaufen haben.
  • Tierseuchenkasse Die Tierseuchenkassen sind Einrichtungen der Bundesländer.
  • Totenfallmessung Die Totenfallmessung erfasst, wie viele Varroamilben von selbst absterben und auf die Windel unter dem Bienenvolk fallen, ohne dass dafür Bienen entnommen oder das Volk geöffnet werden müssen.
  • Tracheen Das Atemsystem der Biene. Statt Lungen durchziehen feine, luftgefüllte Röhren den ganzen Körper und versorgen jedes Gewebe unmittelbar mit Sauerstoff, unabhängig vom Kreislauf der Hämolymphe.
  • Tracht Tracht ist der Sammelbegriff für das, was die Bienen in ihrer Umgebung an Nektar, Pollen und Honigtau vorfinden.
  • TrachtNet Das TrachtNet ist kein physisches Netz, sondern ein Messnetzwerk, das über das Fachportal Bienenkunde des DLR Rheinland-Pfalz bereitgestellt wird und Waagen in mehreren Bundesländern umfasst, das den Trachtverlauf, also das aktuelle Nektar- und Pollenangebot, in verschiedenen Regionen Deutschlands s

U

  • Umlarven Umlarven bezeichnet in der Königinnenzucht das gezielte Umsetzen sehr junger Bienenlarven aus normalen Arbeiterinnenzellen in künstliche Weiselnäpfchen.
  • Umweiselung Der Austausch der Königin eines Volkes, entweder durch das Volk selbst oder durch den Imker.

V

  • Varroa-Behandlungskonzept Ein Varroa-Behandlungskonzept ist ein über das ganze Bienenjahr abgestimmter Plan aus biotechnischen Maßnahmen und zugelassenen Behandlungsmitteln, mit dem der Befall eines Volkes durch die Varroamilbe unterhalb einer gefährlichen Schwelle gehalten werden soll.
  • Varroamilbe (Varroa destructor) Die Varroamilbe ist der bedeutendste Parasit der Honigbiene.
  • Verschulen Verschulen nennt man das Käfigen verdeckelter Weiselzellen, damit die zuerst schlüpfende Königin die übrigen nicht absticht.
  • Veterinäramt Das Veterinäramt des Landkreises oder der kreisfreien Stadt ist für den Imker die zuständige Behörde in allen tierseuchenrechtlichen Fragen.
  • Vitellogenin Vitellogenin ist ein Eiweiß, das bei vielen Tieren als Dottervorstufe dient.
  • Volksstärke schätzen Unter Volksstärke versteht man die ungefähre Zahl der Bienen, die ein Volk zu einem bestimmten Zeitpunkt umfasst.
  • Vorschwarm Der erste Schwarm eines Volkes, der mit der alten, begatteten Königin auszieht.

W

  • Wabenhonig Wabenhonig, auch Scheibenhonig genannt, ist Honig, den die Bienen in frisch gebauten, brutfreien Waben gespeichert haben und der samt Wabe in ganzen oder geteilten Stücken verkauft wird.
  • Wabenhygiene Wabenhygiene bezeichnet die regelmäßige Erneuerung der Waben im Bienenvolk, vor allem im Brutraum.
  • Wabenlagerung Ausgebaute Waben, die über den Winter oder zwischen zwei Trachten aufbewahrt werden, sind vor allem durch die Große und die Kleine Wachsmotte gefährdet.
  • Wabensitz Der Wabensitz beschreibt, wie ruhig die Bienen auf der Wabe sitzen bleiben, wenn der Imker sie zieht.
  • Wabenstetigkeit Die Eigenschaft eines Volkes, beim Ziehen einer Wabe ruhig sitzen zu bleiben, statt in Bewegung zu geraten, sich abzuhängen oder abzulaufen.
  • Wachsdrüse Arbeiterinnen besitzen acht paarig angeordnete Wachsdrüsen an der Unterseite ihres Hinterleibs, jeweils an den Bauchschuppen des dritten bis sechsten Segments.
  • Wachskreislauf Als Wachskreislauf wird der Weg des Bienenwachses innerhalb einer Imkerei bezeichnet: Die Bienen bauen Waben aus, der Imker schneidet ausgediente oder überzählige Waben aus den Rähmchen, schmilzt sie ein und lässt daraus neue Mittelwände gießen, die wieder in die Völker gehängt werden.
  • Wachsplättchen Wachsplättchen sind die kleinen, farblosen und durchscheinenden Wachsschuppen, die eine Arbeiterin an der Unterseite ihres Hinterleibs ausschwitzt.
  • Wachsverfälschung Bienenwachs wird gelegentlich mit billigeren Stoffen gestreckt, in jüngerer Zeit vor allem mit Stearin und Paraffin, früher auch mit Rindertalg.
  • Waldhonig Waldhonig ist nach den Leitsätzen für Honig ein Honigtauhonig, der vollständig von Pflanzen aus dem Wald stammt, wobei Parkanlagen in Städten ausdrücklich nicht als Wald gelten.
  • Wanderung Als Wanderung bezeichnet man das Verstellen ganzer Bienenvölker an einen anderen Standort, meist um eine bestimmte Tracht wie Raps, Wald- oder Lindenblüte zu nutzen oder um Obst- und Sonderkulturen für die Bestäubung zu versorgen.
  • Wanderwagen Der Wanderwagen ist ein Anhänger oder Aufbau, auf dem mehrere Bienenvölker transportiert und bewirtschaftet werden.
  • Warmbau und Kaltbau Warmbau und Kaltbau beschreiben, wie die Waben innerhalb einer Beute zum Flugloch ausgerichtet sind.
  • Warré-Beute Die Warré-Beute geht auf den französischen Pfarrer und Imker Émile Warré zurück, der sie als Ruche Populaire, also Volksbeute, beschrieb.
  • Wartezeit Die Wartezeit ist die Zeitspanne, die nach der letzten Anwendung eines Tierarzneimittels vergehen muss, bevor Erzeugnisse des behandelten Tieres in den Verkehr gebracht werden dürfen.
  • Wassergehalt im Honig Der Wassergehalt gehört zu den wichtigsten Qualitätsmerkmalen von Honig, denn er zeigt an, ob die Bienen den Nektar oder Honigtau ausreichend eingedickt und der Imker reif geernteten Honig geschleudert hat.
  • Weisel Die Königin eines Bienenvolkes und die einzige voll entwickelte weibliche Biene darin.
  • Weisellos Weisellos nennt man ein Bienenvolk, das keine Königin mehr besitzt.
  • Weisellosigkeit Weisellosigkeit bedeutet, dass ein Volk keine legende Königin mehr hat.
  • Weiselrichtig Ein Bienenvolk gilt als weiselrichtig, wenn es über eine vorhandene, eierlegende Königin verfügt.
  • Weiselzelle Die Weiselzelle ist die besondere Wabenzelle, in der eine neue Bienenkönigin heranwächst.
  • Wildbau Wabenbau außerhalb der Rähmchen, etwa quer zwischen den Waben, unter den Oberträgern oder im leeren Raum einer Zarge.
  • Windel Die Windel, auch Diagnosewindel, Varroawindel oder Bodeneinlage genannt, ist das Hilfsmittel, mit dem Imkerinnen und Imker das Gemüll aus dem Bienenstock auffangen.
  • Winterbiene Winterbienen sind die Arbeiterinnen, die im Spätsommer und Frühherbst aufgezogen werden und das Volk über den Winter bringen.
  • Wärmebiene (Heizerbiene) Wärmebienen, auch Heizerbienen genannt, sind Arbeiterinnen, die aktiv Wärme erzeugen, um das Brutnest auf einer gleichmäßigen Temperatur zu halten.

Z

  • Zander Das Zandermaß ist eines der in Deutschland am häufigsten genutzten Rähmchenmaße und wurde zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts von dem Zoologen und Bienenforscher Enoch Zander gemeinsam mit dem Imker Johann Merz entwickelt.
  • Zarge Ein Kastenteil der Magazinbeute, in dem die Rähmchen hängen.
  • Zeichnen Zeichnen nennt der Imker das Markieren der Königin.
  • Zellenflugling Der Zellenflugling ist die zweite Spielart des Fluglings und ebenfalls eine Schwarmvorwegnahme.
  • Zementhonig Zementhonig ist die Bezeichnung für Honig, der wegen eines hohen Anteils des Dreifachzuckers Melezitose so fest auskristallisiert, dass er sich kaum noch bearbeiten lässt.
  • Zuchtstoff Als Zuchtstoff bezeichnet man die jungen Larven einer ausgewählten Königin, aus denen neue Königinnen herangezogen werden.
  • Zuchtwert Der Zuchtwert schätzt, welchen erblichen Anteil eine Königin an der Leistung ihres Volkes hat.
  • Zusetzkäfig Ein Zusetzkäfig ist ein kleiner Käfig aus Gitter oder Kunststoff, in dem eine fremde Königin in ein Volk gehängt wird.
  • Zwischenableger Ein Zwischenableger ist eine Methode, mit der man ein bereits in Schwarmstimmung geratenes Volk am selben Standort beruhigen kann, ohne seine Sammelleistung zu opfern.
  • Zwischenboden Ein Zwischenboden ist eine flache Platte im Zargenmaß, die zwischen zwei Zargen gelegt wird und diese voneinander trennt.

Die nächste Durchsicht schon digital dokumentieren

Am Bienenvolk eintragen, zu Hause ist alles schon da. Auch wenn am Stand kein Netz ist.

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