Beutenboden
Lexikon
Der Boden ist das unterste Bauteil der Beute und trägt das Flugloch.
Der Boden ist das unterste Bauteil der Beute und trägt das Flugloch. Man unterscheidet den geschlossenen Boden und den heute vorherrschenden Gitterboden, bei dem ein feines Gitter die Bienen zurückhält, tote Milben und Gemüll aber durchfallen lässt.
Unter dem Gitter liegt eine herausziehbare Platte, die Windel oder Bodeneinlage. Auf ihr sammelt sich das Gemüll, das der Imker zur Gemülldiagnose auszählt. Das Verfahren der Bayerischen Landesanstalt sieht vor, die Einlage sieben Tage liegen zu lassen und den natürlichen Milbenfall als Zahl der Milben geteilt durch die Beobachtungstage zu berechnen. Zwischen den Zählungen sollte die Einlage vor Ameisen geschützt werden, sonst tragen diese die Milben weg und das Ergebnis stimmt nicht.
Die Maschenweite des Gitters liegt bei den gebräuchlichen Böden bei etwa drei Millimetern, ein Wert, den Bienen nicht passieren und Milben schon.
Hohe Böden mit größerem Leerraum unter den Waben sind besonders bei der Fütterung, beim Wandern und bei der Behandlung mit Ameisensäure praktisch, weil sie Platz für Verdunster und Luft schaffen. Der Boden ist außerdem der Ort, an dem das Flugloch verengt wird, sei es mit Fluglochkeil, Schieber oder Mäusegitter.