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Naturbau

Lexikon

Von Naturbau spricht man, wenn die Bienen ihre Waben ohne vorgegebene Mittelwand selbst aufbauen.

Von Naturbau spricht man, wenn die Bienen ihre Waben ohne vorgegebene Mittelwand selbst aufbauen. Sie bestimmen dann Zellgröße, Zelltyp und Wabenabstand selbst. Der Drohnenanteil fällt dabei deutlich höher aus als in Waben, die auf Arbeiterinnen-Mittelwänden gebaut wurden.

Dafür braucht es keine besondere Beute. Das Institut für Bienenkunde in Veitshöchheim hält ausdrücklich fest, dass Sonderformen wie Oberträgerbeute, Bienenkiste oder Warré-Beute nicht nötig sind, um Naturwabenbau zu bekommen. Es genügt, in eine gewöhnliche Magazinbeute leere Rähmchen mit einem schmalen Wachsstreifen als Leitlinie zu hängen. Baurahmen und Drohnenrahmen sind nichts anderes als Naturbau im Kleinen.

Damit die Waben gerade und senkrecht werden, muss die Beute waagerecht stehen, der Leitstreifen sauber sitzen und das Volk im Bautrieb sein, also stark, gut versorgt und in der Zeit zwischen Frühjahr und Sommersonnenwende. Gebaut wird zügig, oft binnen weniger Tage.

Naturbauwaben sind ohne Draht nicht schleuderfest und brechen leichter, besonders bei Wärme. Sie eignen sich für Wabenhonig, für den Baurahmen und für die planmäßige Wabenerneuerung, weniger für den Honigraum, der geschleudert werden soll. Ein handfester Vorteil ist der geschlossene Wachskreislauf: Wer selbst bauen lässt, bringt kein zugekauftes Wachs unbekannter Herkunft in den Betrieb.

Quellen (3)

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