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Verschulen

Lexikon

Verschulen nennt man das Käfigen verdeckelter Weiselzellen, damit die zuerst schlüpfende Königin die übrigen nicht absticht.

Verschulen nennt man das Käfigen verdeckelter Weiselzellen, damit die zuerst schlüpfende Königin die übrigen nicht absticht. Dazu wird über jede Zelle ein Schlupfkäfig gestülpt, oft mit einem kleinen Futtervorrat, sodass die geschlüpfte Königin darin bleibt.

Gekäfigt wird am ersten oder vorletzten Tag der Verdeckelung. Reifende Weiselzellen sind in den Tagen davor erschütterungsempfindlich, deshalb wird der Zuchtrahmen möglichst wenig bewegt.

Drei Wege stehen offen. Die verdeckelte Zelle wird am ersten Tag der Verdeckelung entnommen und einem weisellosen Volk oder Ableger zugehängt, sie bleibt im Pflegevolk und wird dort gekäfigt, oder sie kommt mit einigen Begleitbienen und einem Futterröhrchen in einen Käfig im Brutschrank bei konstant 35 Grad.

Etwa acht Tage nach dem Käfigen werden die geschlüpften Königinnen den Begattungseinheiten zugesetzt. Wer zu lange wartet, verschenkt Zeit, denn die jungen Königinnen müssen ihre Begattungsflüge in einem begrenzten Zeitfenster erledigen.

Quellen (3)

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