Weiselrichtig
Lexikon
Ein Bienenvolk gilt als weiselrichtig, wenn es über eine vorhandene, eierlegende Königin verfügt.
Ein Bienenvolk gilt als weiselrichtig, wenn es über eine vorhandene, eierlegende Königin verfügt. Der Begriff leitet sich vom alten Wort Weisel für die Königin ab und beschreibt damit den normalen, gesunden Grundzustand eines Volkes. Das Gegenteil ist weisellos, ein Volk ohne funktionsfähige Königin.
In der Praxis lässt sich Weiselrichtigkeit nicht immer durch das Sichten der Königin selbst feststellen, da sie sich oft im Gewühl der Waben versteckt. Zuverlässiger ist der indirekte Nachweis über die Brut: Findet man Eier, junge offene Larven und ein geschlossenes Bild verdeckelter Arbeiterinnenbrut, kann man davon ausgehen, dass eine Königin im Volk aktiv ist und regelmäßig legt. Auch ruhiges Verhalten am Flugloch und normaler Polleneintrag sprechen dafür.
Die Kontrolle der Weiselrichtigkeit gehört zu den wichtigsten Routineaufgaben am Bienenvolk, besonders nach Eingriffen wie Ablegerbildung, Umweiselung oder nach der Schwarmzeit. Ein verbreiteter Fehler ist es, ein Volk allein wegen fehlender Sichtung der Königin vorschnell für weisellos zu halten, obwohl frische Eier auf eine anwesende, nur gerade nicht gefundene Königin hindeuten.