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Bienengift

Lexikon

Bienengift, fachlich Apitoxin, ist das saure Sekretgemisch aus der Giftdrüse der Arbeiterin.

Bienengift, fachlich Apitoxin, ist das saure Sekretgemisch aus der Giftdrüse der Arbeiterin. Je Stich gelangt ungefähr ein Zehntel Milligramm in die Haut. Wichtigster Bestandteil ist das Melittin mit rund der Hälfte des Trockengewichts, dazu kommen unter anderem Phospholipase A2 als Hauptallergen, Apamin, Hyaluronidase und Histamin.

Die Wirkung beruht auf einer Schädigung von Zellwänden, einer Erweiterung der Gefäße und einer erhöhten Durchlässigkeit des Gewebes. Daraus entstehen der stechende Schmerz, die Rötung und die Schwellung. Nach dem Stich bleibt der Stachelapparat in der Haut stecken und pumpt noch einige Sekunden weiter, deshalb wird empfohlen, ihn möglichst rasch abzustreifen statt herauszuziehen.

Das Gift enthält außerdem Alarmpheromone. Sie sind der Grund, warum nach einem Stich weitere Bienen an dieselbe Stelle anfliegen. Wer gestochen wurde, sollte deshalb Rauch geben oder die Stelle abwischen, sonst wird aus einem Stich schnell eine ganze Reihe.

Bei nicht allergischen Menschen wären sehr viele Stiche nötig, damit es lebensbedrohlich wird. Anders ist es bei einer Insektengiftallergie, hier kann schon ein einziger Stich gefährlich werden, und auch Stiche im Mund- oder Rachenraum sind unabhängig von einer Allergie ein Notfall. Das ist eine reine Sachinformation und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Quellen (3)

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