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Schwarmzelle

Lexikon

Die Schwarmzelle ist eine Weiselzelle, die ein Bienenvolk vorausschauend anlegt, wenn es sich auf natürliche Vermehrung durch Schwärmen vorbereitet.

Die Schwarmzelle ist eine Weiselzelle, die ein Bienenvolk vorausschauend anlegt, wenn es sich auf natürliche Vermehrung durch Schwärmen vorbereitet. Im Unterschied zur Nachschaffungszelle wird sie nicht aus einer bestehenden Zelle umgebaut, sondern von den Arbeiterinnen als eigene, senkrecht nach unten weisende Napfform neu errichtet, meist am unteren Rand oder an den seitlichen Kanten der Waben. Die Königin bestiftet diese vorbereiteten Näpfchen anschließend selbst mit einem Ei.

Typisch ist, dass ein schwärmendes Volk nicht nur eine, sondern mehrere Schwarmzellen gleichzeitig zieht, oft eine ganze Reihe über mehrere Waben verteilt. Für die Entwicklungszeit gilt die bekannte Imkerregel drei Tage Ei, fünf Tage offene Larve, danach folgt die Verdeckelung, insgesamt schlüpft die junge Königin nach rund sechzehn Tagen.

In der Praxis ist das Auffinden verdeckelter Schwarmzellen bei der wöchentlichen Schwarmkontrolle das wichtigste Warnsignal, denn ab der Verdeckelung, etwa am achten Tag nach der Eiablage, kann der Schwarmabgang jederzeit erfolgen. Ein verbreiteter Anfängerfehler ist es, Schwarmzellen mit den kleineren, noch unbestifteten Spielnäpfchen zu verwechseln und dadurch entweder unnötig in ein gesundes Volk einzugreifen oder umgekehrt einen echten Schwarmabgang zu verpassen.

Quellen (2)

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