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Klotzbeute

Lexikon

Die Klotzbeute ist eine der ältesten künstlichen Bienenwohnungen und besteht aus einem ausgehöhlten Baumstamm, in den seitlich ein Flugloch geschnitten und in dessen Innerem quer Holzstäbe eingesetzt werden, an denen die Bienen ihre Waben aufhängen.

Die Klotzbeute ist eine der ältesten künstlichen Bienenwohnungen und besteht aus einem ausgehöhlten Baumstamm, in den seitlich ein Flugloch geschnitten und in dessen Innerem quer Holzstäbe eingesetzt werden, an denen die Bienen ihre Waben aufhängen. Sie markiert historisch den Übergang von der Zeidlerei, dem Sammeln von Honig aus wilden Baumhöhlen, hin zur planmäßigen Bienenhaltung, weil der Klotz mit dem darin lebenden Volk transportiert und an einem gewünschten Standort aufgestellt werden konnte.

Die dicken Holzwände der Klotzbeute speichern Wärme gut und sorgen für ein vergleichsweise ausgeglichenes Innenklima, ähnlich wie in einer natürlichen Baumhöhle. Im Gegensatz zu modernen Magazinbeuten lassen sich einzelne Waben aber kaum kontrollieren oder herausnehmen, ohne die gesamte Wabenstruktur zu zerstören. Eine Betriebsweise mit beweglichen Rähmchen, wie sie heute Standard ist, war in der Klotzbeute nicht vorgesehen.

Für die heutige Imkerei hat die Klotzbeute vor allem noch musealen und ideellen Wert. Im Zuge der Diskussion um naturnahe Bienenhaltung und den Schutz wildlebender Honigbienen erleben nachgebaute Klotzbeuten und ausgehöhlte Baumstämme jedoch eine kleine Renaissance, etwa in Workshops oder als Lebensraum für unbewirtschaftete Völker.

Quellen (2)

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