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Imkerlexikon

Begriffe aus der Imkerei, kurz und belegt erklärt.

A

  • Ableger bilden Der Ableger ist Jungvolkgewinnung und Schwarmvorbeugung in einem.
  • Absperrgitter einlegen Das Absperrgitter liegt zwischen der obersten Brutzarge und dem Honigraum.
  • Altwaben entnehmen Waben sind Verbrauchsmaterial. Mit jedem Brutdurchgang bleiben Kokonreste zurück, die Zellen werden enger, und im Wachs lagern sich Rückstände und Krankheitserreger ein.

B

  • Bannwabenverfahren Die Königin wird in eine Wabentasche gesperrt, deren Seitenflächen aus Absperrgitter bestehen.
  • Baurahmen einhängen Ein leeres Rähmchen am Rand des Brutnests gibt dem Volk Gelegenheit, seinen Bautrieb auszuleben.
  • Begattungseinheiten Eine unbegattete Königin braucht ein kleines Volk, aus dem sie zum Begattungsflug starten kann.
  • Bestandsbuch führen Bienen gelten arzneimittelrechtlich als lebensmittelliefernde Tiere.
  • Beuten reinigen Beuten und Rähmchen aus toten oder erkrankten Völkern dürfen nicht ohne Reinigung wieder eingesetzt werden.
  • Bienenflucht einlegen Die Bienenflucht ist eine Einbahnschleuse im Zwischenboden.
  • Bienenvölker anmelden Wer Bienen halten will, hat das spätestens zu Beginn der Tätigkeit der zuständigen Behörde anzuzeigen, unter Angabe der Zahl der Völker und ihres Standortes.

D

E

F

  • Flugloch beobachten Die kürzeste und ehrlichste Kontrolle im Bienenjahr: einige Minuten vor der Beute stehen und schauen, ohne etwas zu öffnen.
  • Flugloch verengen Zum Herbst wird das Flugloch auf wenige Zentimeter verkleinert.
  • Fluglochkeil entfernen Wenn die Völker im Frühjahr wieder kräftig fliegen und das Brutnest wächst, wird die Winterverengung geöffnet.
  • Frühtracht ernten Geerntet wird, wenn der Honig reif ist, nicht nach dem Kalender.
  • Futterteig geben Futterteig enthält nur rund 10 Prozent Wasser, Futtersirup dagegen rund 27,5 Prozent.
  • Futtervorrat prüfen Der häufigste vermeidbare Verlust ist das Verhungern im Spätwinter.

G

  • Gemülldiagnose Die Windel unter dem Gitterboden erzählt, was im Volk vorgeht, ohne dass man den Deckel hebt.

H

  • Honig abfüllen Abgefüllt wird in hygienisch saubere Gläser, mit sauberer Arbeitskleidung und über einer geeichten Waage.
  • Honig rühren Gerührt wird, damit der Honig fein und streichfähig kristallisiert statt grob und hart.
  • Honig schleudern Entdeckelt wird mit Gabel oder angewärmtem Messer, flach über die Wabe geführt, damit die Zellwände nicht ausbrechen.
  • Honigraum aufsetzen In der Regel zu Beginn der Rapsblüte, wenn die Tracht einsetzt, bekommt das Volk den Honigraum.

K

  • Krankheitskontrolle Der prüfende Blick aufs Brutnest gehört zu jeder Durchsicht.
  • Kunstschwarm bilden Der Kunstschwarm ist ein künstlich erzeugter Schwarm: Bienen werden abgefegt, in eine Kiste gegeben, erhalten dort eine Königin und werden später auf Mittelwänden einlogiert.
  • Königin zeichnen Gezeichnet wird mit einem lösungsmittelfreien Farbstift oder mit einem aufgeklebten Opalithplättchen auf dem Bruststück.

M

  • Mittelwände einlöten Rähmchen werden mit Draht gespannt und Mittelwände darauf befestigt, damit die Bienen geraden, tragfähigen Wabenbau errichten und die Waben später das Schleudern überstehen.
  • Mittelwände gießen Wer eigenes Wachs verarbeitet, gießt Mittelwände in einer Form.

N

  • Notfütterung Wenn ein Volk im Spätwinter leicht wird, zählt jede Stunde.

P

  • Puderzuckerprobe Die Windel zeigt den Milbenfall, die Bienenprobe den Befallsgrad.

R

  • Reparaturen am Stand Die brutfreie Zeit ist die Werkstattzeit der Imkerei.
  • Restentmilbung Die letzte Varroabehandlung des Jahres wirkt nur im brutfreien Volk, denn Oxalsäure dringt nicht in verdeckelte Zellen.

S

  • Sammelbrutableger Aus mehreren starken, gesunden Völkern wird je eine überwiegend verdeckelte Brutwabe entnommen und mit mindestens zwei Futterwaben zu einem neuen Volk zusammengestellt.
  • Schwarm einfangen Hängt der Schwarm gut erreichbar, genügt meist ein gezielter Schlag gegen den Ast, um den Großteil in die Schwarmkiste zu bekommen.
  • Schwarmkontrolle Von der Kirschblüte bis in den Juni wird jedes Volk im Wochenrhythmus auf Weiselzellen durchgesehen, neun Tage sind der äußerste Abstand.
  • Sommertracht ernten Die letzte Ernte des Jahres. Auch hier gilt: nur reifen Honig ernten, also überwiegend verdeckelte Waben und ein Wassergehalt von höchstens 18 Prozent, wie ihn der Deutsche Imkerbund für Echten Deutschen Honig verlangt.
  • Spechtschutz anbringen Im Winter suchen Spechte an Beuten nach Futter und hacken sich durch die Wand.
  • Standkontrolle Der Wintergang über den Stand, ohne ein Volk zu öffnen.

T

  • Totale Brutentnahme Dem Volk wird die gesamte Brut genommen, idealerweise etwa zwei Wochen vor Trachtende.

U

  • Umlarven Beim Umlarven wird eine jüngste weibliche Larve mit dem Umlarvlöffel aus einer Arbeiterinnenzelle in ein Weiselnäpfchen umgesetzt.
  • Umweiseln Eine Königin wird ersetzt, wenn sie ihr zweites Leistungsjahr hinter sich hat, wenn das Volk zu wenig bringt, wenn es unangenehm zu bearbeiten ist oder wenn es auffällig krankheitsanfällig ist.

V

  • Varroabefall zählen Der natürliche Milbenfall auf der Windel ist der einfachste Weg, den Befall eines Volkes zu schätzen.
  • Völker einengen Vor dem Winter bekommt jedes Volk genau so viel Raum, wie es besetzen kann.
  • Völker vereinigen Ein Volk, das im Spätsommer nicht auf ausreichend Stärke kommt, überlebt den Winter selten.
  • Völker wiegen Statt den Futtervorrat zu schätzen, lässt er sich rechnen.

W

  • Waagvolk ablesen Eine Stockwaage unter einem Volk ersetzt viele Blicke in die Beute.
  • Waben einlagern Waben werden kühl und gut belüftet gelagert, bei bebrüteten und bei Futterwaben möglichst unter 10 Grad.
  • Wachs einschmelzen Altwaben werden im Dampfwachsschmelzer, im Sonnenwachsschmelzer oder im heißen Wasserbad ausgeschmolzen.
  • Wanderung vorbereiten Wer Völker an einen Ort im Bezirk eines anderen Veterinäramts bringt, braucht in Deutschland eine amtstierärztliche Bescheinigung nach der Bienenseuchen-Verordnung.
  • Wassergehalt messen Gemessen wird mit dem Handrefraktometer. Die Honigverordnung erlaubt höchstens 20 Prozent Wasser, bei Heidehonig von Calluna und bei Backhonig 23 Prozent.
  • Wasserstelle prüfen Ein Volk holt in der Saison Wasser, um Futtersaft anzurühren und das Brutnest zu kühlen.
  • Weiselrichtigkeit prüfen Sicher ist nur ein Befund: ein Ei, das aufrecht am Zellboden steht.

Z

  • Zweite Ameisensäurebehandlung Die zweite Behandlung richtet sich nicht nach einem festen Kalenderabstand, sondern nach der Fütterung: Sie folgt, wenn das Winterfutter im Volk ist, in der Regel Anfang bis Mitte September.

Die nächste Durchsicht schon digital dokumentieren

Am Bienenvolk eintragen, zu Hause ist alles schon da. Auch wenn am Stand kein Netz ist.

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