Ammenbiene
Lexikon
Junge Arbeiterin, die etwa ab dem vierten Lebenstag und bis zum zehnten oder zwölften Tag die Brut versorgt.
Junge Arbeiterin, die etwa ab dem vierten Lebenstag und bis zum zehnten oder zwölften Tag die Brut versorgt. In dieser Zeit sind ihre Futtersaftdrüsen am Kopf voll entwickelt, und sie füttert die Larven mit dem eiweißreichen Saft, den sie aus Pollen und Honig bildet. Ältere Larven bekommen zusätzlich einen Brei aus Honig und Pollen.
Damit die Drüsen arbeiten, braucht die Ammenbiene reichlich Pollen. Fehlt er, sinkt die Aufzuchtleistung sofort, und das Brutnest bleibt lückig. Deshalb ist die Pollenversorgung im Frühjahr genauso wichtig wie der Nektar.
Nach dieser Phase bilden sich die Futtersaftdrüsen zurück, und die Biene wechselt zu Bau, Wachdienst und schließlich zum Sammeln.
Quellen (4)
- Die Honigmacher (Deutscher Imkerbund / Landwirtschaftskammer NRW): Ammenbiene
- Die Honigmacher: Ammenbienen (Anfängerschulung, Arbeitsteilung im Volk)
- Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Fachzentrum Bienen: Biologie der Bienen (Arbeitsteilung und Drüsensysteme)
- Die Honigmacher: Futtersaftdrüsen (stärkste Aktivität vom 6. bis 12. Tag, spätere Rückbildung)