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Drohnenmütterchen

Lexikon

Ein Drohnenmütterchen ist eine Arbeitsbiene, die in einem lange weisellosen Volk selbst zu einer eierlegenden Biene wird.

Ein Drohnenmütterchen ist eine Arbeitsbiene, die in einem lange weisellosen Volk selbst zu einer eierlegenden Biene wird. Normalerweise unterdrückt das Pheromon der Königin die Ausbildung der Eierstöcke bei den Arbeiterinnen. Fehlt die Königin über längere Zeit und findet das Volk auch keine junge Brut mehr, aus der es sich eine Nachschaffungszelle ziehen könnte, entwickeln sich bei einzelnen Arbeiterinnen die Eierstöcke doch noch, und sie beginnen zu legen.

Weil Drohnenmütterchen nie begattet wurden, können sie ausschließlich unbefruchtete Eier legen, aus denen nur Drohnen schlüpfen. Erkennbar ist das an mehreren Eiern pro Zelle statt eines einzelnen mittig platzierten Eis wie bei einer Königin, sowie an den charakteristisch gewölbten Zelldeckeln der sogenannten Buckelbrut, weil die zu kleinen Arbeiterinnenzellen für die größeren Drohnenlarven aufgestockt werden müssen.

Für den Imker ist ein Volk mit Drohnenmütterchen kaum noch zu retten, weil meist mehrere Arbeiterinnen gleichzeitig legen und das Volk das fremde Königinnenpheromon einer neu zugesetzten Königin nicht mehr akzeptiert. In der Praxis hilft in der Regel nur die Vereinigung mit einem starken, weiselrichtigen Volk über die Zeitungspapiermethode, während das einfache Ausschütteln der Bienen kaum Erfolg bringt, da die legenden Arbeiterinnen zurückfliegen können.

Quellen (2)

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