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Zementhonig

Lexikon

Zementhonig ist die Bezeichnung für Honig, der wegen eines hohen Anteils des Dreifachzuckers Melezitose so fest auskristallisiert, dass er sich kaum noch bearbeiten lässt.

Zementhonig ist die Bezeichnung für Honig, der wegen eines hohen Anteils des Dreifachzuckers Melezitose so fest auskristallisiert, dass er sich kaum noch bearbeiten lässt. Der Name kommt daher, dass sich dieser Honig in den Wabenzellen so hart anfühlt wie ausgehärteter Zement, weshalb er sich weder ausschleudern noch normal abfüllen lässt, ohne die Waben vorher zu erwärmen oder anders zu bearbeiten.

Zementhonig entsteht vor allem bei Waldhonig aus Honigtau, den bestimmte Blattlausarten auf Nadelbäumen wie Fichten hinterlassen, weil dieser Honigtau besonders viel Melezitose enthält. Für Imker ist Zementhonig doppelt problematisch, denn zum einen lässt er sich mit normalen Schleudern kaum aus den Waben lösen, zum anderen ist er auch für die Bienen selbst schlecht geeignet, wenn er als Winterfutter im Volk verbleibt, weil sie ihn im Winter kaum auflösen können und dadurch Krankheiten wie Ruhr oder Nosemose begünstigt werden können.

Um Zementhonig doch noch nutzbar zu machen, entnehmen erfahrene Imker die betroffenen Waben möglichst frühzeitig oder lassen die Bienen die verhärteten Waben nochmals umtragen, wodurch die Kristalle durch die erneute Bearbeitung teilweise wieder aufgelöst werden. Ein häufiger Fehler ist, betroffene Waben einfach im Volk zu belassen, in der Hoffnung, das Problem löse sich von selbst, tatsächlich wird der Honig durch weiteres Aushärten meist nur noch schwerer zu verarbeiten.

Quellen (2)

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