Dampfwachsschmelzer
Lexikon
Im Dampfwachsschmelzer werden ganze Rähmchen eingehängt oder eingestellt und mit Wasserdampf ausgeschmolzen.
Im Dampfwachsschmelzer werden ganze Rähmchen eingehängt oder eingestellt und mit Wasserdampf ausgeschmolzen. Das flüssige Wachs läuft zusammen mit dem Kondenswasser in einen Auffangbehälter, das leere Rähmchen bleibt zurück und kann nach dem Reinigen wieder gedrahtet werden. Ein zusätzliches Pressen entfällt in der Regel, es gibt aber Geräte mit eingebauter Spindelpresse.
Der Dampfwachsschmelzer ist das Arbeitsgerät für den planmäßigen Wabentausch, weil er Zarge für Zarge abarbeitet. Für das anschließende Klären wird der Wachsblock mehrfach mit Wasser erhitzt und wieder erstarren gelassen, danach wird der Schmutz von der Unterseite abgekratzt. Verwendet werden weiches oder angesäuertes Wasser und Gefäße aus Edelstahl, Emaille oder Kupfer, sonst verseift und verfärbt sich das Wachs.
Die Bayerische Landesanstalt nennt für eine Entkeimung des Wachses drei Wege: dreißig Minuten im Dampfwachsschmelzer ab dem Sieden, eine Stunde wasserfrei bei 112 Grad oder wasserfreies Erhitzen auf 160 Grad. Das ist bei Seuchenverdacht wichtig.
Zu beachten ist die Überschäumgefahr. Ein Wachstopf sollte nur zu zwei Dritteln gefüllt werden, weil verbliebene Wasserreste bei 100 Grad verdampfen und das Wachs über den Rand treiben können.