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Instrumentelle Besamung

Lexikon

Bei der instrumentellen Besamung, auch künstliche Besamung genannt, wird der Königin unter dem Stereomikroskop Drohnensperma mit einer feinen Glaskanüle übertragen.

Bei der instrumentellen Besamung, auch künstliche Besamung genannt, wird der Königin unter dem Stereomikroskop Drohnensperma mit einer feinen Glaskanüle übertragen. Sie ist das einzige Verfahren, mit dem sich die Anpaarung vollständig steuern lässt.

Der Ablauf: Die Königin wird in einem Halteröhrchen fixiert, mit Kohlendioxid narkotisiert und die Stachelkammer mit feinen Häkchen geöffnet. Für eine lange Legezeit werden etwa acht bis zehn Mikroliter Sperma benötigt, ein Drohn liefert rund einen Mikroliter, es sind also grob acht bis zehn Drohnen je Königin nötig. Die Narkose wird in der Regel zweimal gegeben und dauert jeweils nur wenige Minuten, längere Betäubungen setzen die Lebenserwartung herab.

Das günstigste Alter der Königin liegt bei etwa fünf bis zehn Tagen, die Drohnen sollten mindestens zwei Wochen alt sein. Nach der Besamung wird die Königin gezeichnet und rasch ins Volk zurückgegeben. Wichtig: Besamte Königinnen können weiterhin zu Begattungsflügen aufbrechen, deshalb gehört ein Absperrgitter vor das Flugloch.

Eingesetzt wird das Verfahren in der Erhaltungszucht gefährdeter Unterarten, allen voran der Dunklen Biene, und dort, wo gezielte Einzelpaarungen gebraucht werden. Es ist anspruchsvoll und wird über mehrtägige Lehrgänge der Bieneninstitute erlernt.

Quellen (3)

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