Logo von iBeekeeper iBeekeeper

Honigschleuder

Lexikon

Die Honigschleuder ist das zentrale Gerät der Honigernte.

Die Honigschleuder ist das zentrale Gerät der Honigernte. Sie nutzt die Fliehkraft, um den flüssigen Honig aus den zuvor entdeckelten Waben zu lösen, ohne das empfindliche Wachsgerüst der Wabe zu zerstören. Die Waben hängen dabei in einem drehbaren Korb, der Honig wird an die Wand der Schleuder geschleudert und läuft von dort über einen Ablasshahn in Siebe und Auffanggefäße.

Man unterscheidet vor allem Tangential und Radialschleudern. Bei der Tangentialschleuder zeigt jeweils nur eine Wabenseite nach außen, sodass nach dem Anschleudern der ersten Seite die Waben von Hand gewendet werden müssen. Radialschleudern hängen die Waben wie Speichen eines Rades ein, sodass beide Seiten gleichzeitig entleert werden, was vor allem bei größeren Volkerzahlen Zeit spart. Selbstwendeschleudern verbinden beide Prinzipien, indem sie die Drehrichtung automatisch wechseln.

Für die tägliche Arbeit ist entscheidend, dass die Waben vor dem Schleudern ausreichend temperiert und nicht zu kalt sind, da sonst der Honig schlechter ausfließt und die Zellwände brechen können. Ein häufiger Anfängerfehler ist zu schnelles Anschleudern: Wird die volle Drehzahl sofort erreicht, drücken sich die vollen Waben durch, das Wachsgerüst bricht und die Wabe muss neu ausgebaut werden. Deshalb wird zuerst langsam angeschleudert, dann die Geschwindigkeit gesteigert und die Wabe zwischendurch gewendet.

Quellen (2)

Alle Begriffe im Überblick

Die nächste Durchsicht schon digital dokumentieren

Am Volk eintragen, zu Hause ist alles schon da. Auch wenn am Stand kein Netz ist.

Kostenlos starten