Dadant
Lexikon
Die Dadant Beute geht auf den amerikanischen Imker Charles Dadant zurück, der sie in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts entwickelte.
Die Dadant Beute geht auf den amerikanischen Imker Charles Dadant zurück, der sie in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts entwickelte. Ihr wichtigstes Merkmal ist ein einziger, ungeteilter Brutraum aus großformatigen Rähmchen, während der Honigraum aus einer oder mehreren deutlich flacheren Zargen mit halb so hohen Rähmchen darüber aufgesetzt wird.
Zu unterscheiden sind zwei Fassungen, die häufig verwechselt werden. Bei Dadant modifiziert, auch Dadant US genannt, messen die Brutraumrähmchen 448 mal 285 Millimeter und die Honigraumrähmchen 448 mal 141 Millimeter. Bei Dadant Blatt, der in Europa am weitesten verbreiteten Fassung, sind es 435 mal 300 Millimeter im Brutraum und 435 mal 159 Millimeter im Honigraum. Dadant Blatt ist also schmaler, aber höher, und die Rähmchen beider Fassungen passen nicht ineinander. Der große, einzargige Brutraum verschafft dem Imker beim Öffnen der Beute einen guten Gesamtüberblick über das Brutnest, ohne dass er wie bei kleineren Rähmchenmaßen mehrere Zargen durchsuchen muss.
In der praktischen Arbeit bedeutet das System, dass im Brutraum wabenweise gearbeitet wird, also einzelne Rähmchen gezogen werden, während der Honigraum zargenweise abgeerntet wird. Für Einsteiger, die aus einem anderen System umsteigen, ist wichtig zu wissen, dass Dadant Rähmchen weder zum Deutsch Normalmaß noch zu Zander passen und daher eine eigene, in sich geschlossene Ausstattung an Zargen, Rähmchen und Mittelwänden erfordern.