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Warré-Beute

Lexikon

Die Warré-Beute geht auf den französischen Pfarrer und Imker Émile Warré zurück, der sie als Ruche Populaire, also Volksbeute, beschrieb.

Die Warré-Beute geht auf den französischen Pfarrer und Imker Émile Warré zurück, der sie als Ruche Populaire, also Volksbeute, beschrieb. Sein Ziel war eine Behausung, die den natürlichen Verhältnissen nahekommt und zugleich einfach und günstig zu bewirtschaften ist.

Sie besteht aus mehreren gleich großen, stapelbaren Zargen mit einem Innenmaß von 300 mal 300 Millimetern bei 210 Millimetern Höhe. Statt Rähmchen tragen je acht Oberträger den Wabenbau, den die Bienen ohne Mittelwände frei aufbauen. Nach oben schließt ein Kissen mit lockerer Füllung ab, darunter liegt ein Tuch aus Leinen, Hanf oder Jute, damit das Kissen nicht anklebt.

Der wesentliche Unterschied zur Magazinbeute liegt in der Betriebsweise. Erweitert wird nicht nach oben, sondern durch Untersetzen leerer Zargen, weil die Bienen von oben nach unten bauen. Geerntet werden im Spätsommer die obersten, honiggefüllten Zargen. Eingriffe sind selten vorgesehen.

Die Waben sind an den Oberträgern befestigt und lassen sich mit einem flachen Messer von den Seitenwänden lösen und ziehen. Das ist wichtig, denn die Bienenseuchen-Verordnung verlangt, dass die Völker bei Bedarf vom Amtstierarzt untersucht werden können. Zu bedenken ist, dass eine Brutnestkontrolle das Abheben ganzer Zargen bedeutet und damit deutlich stärker eingreift als bei Rähmchenbeuten. Die Varroabehandlung ist auch hier Pflicht.

Quellen (4)

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