Vitellogenin
Lexikon
Vitellogenin ist ein Eiweiß, das bei vielen Tieren als Dottervorstufe dient.
Vitellogenin ist ein Eiweiß, das bei vielen Tieren als Dottervorstufe dient. Bei der Honigbiene hat es darüber hinaus eine besondere Bedeutung. Es wird im Fettkörper gebildet und in Fettkörpern im Hinterleib und im Kopf eingelagert, wo es als Nahrungsspeicher wirkt.
Zusätzlich wirkt Vitellogenin als Antioxidans und verlängert damit die Lebensdauer. Bei Königinnen und bei den langlebigen Winterbienen ist der Gehalt hoch, bei alten Sammelbienen niedrig. Der Vitellogeninspiegel in den ersten Tagen nach dem Schlupf beeinflusst außerdem, wann eine Biene in den Sammeldienst wechselt und ob sie eher Nektar oder eher Pollen eintragen wird. Vitellogenin und Juvenilhormon unterdrücken sich gegenseitig und steuern so den Übergang vom Stockdienst zum Sammeldienst.
Für den Imker ist der Zusammenhang mit der Varroamilbe entscheidend. Puppen, an denen Milben gefressen haben, schlüpfen mit deutlich verringerten Eiweiß- und Fettreserven und niedrigem Vitellogeningehalt. Solche Bienen taugen nicht als Winterbienen. Das ist der biologische Grund dafür, dass die Spätsommerbehandlung rechtzeitig erfolgen muss.