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Wärmebiene (Heizerbiene)

Lexikon

Wärmebienen, auch Heizerbienen genannt, sind Arbeiterinnen, die aktiv Wärme erzeugen, um das Brutnest auf einer gleichmäßigen Temperatur zu halten.

Wärmebienen, auch Heizerbienen genannt, sind Arbeiterinnen, die aktiv Wärme erzeugen, um das Brutnest auf einer gleichmäßigen Temperatur zu halten. Anstatt ihre Flügel zu bewegen, spannen sie die Flugmuskulatur im Brustabschnitt an und lassen sie gegeneinander vibrieren, wodurch allein durch Muskelreibung Wärme entsteht. Dazu setzen sich Heizerbienen häufig direkt auf oder zwischen verdeckelte Brutzellen und geben ihre Körperwärme unmittelbar an die sich entwickelnden Puppen weiter.

Ziel dieser Heizarbeit ist eine Brutnesttemperatur im Bereich von etwa 32 bis 36 Grad Celsius, wobei Abweichungen über längere Zeit die Entwicklung der Brut sichtbar stören können, es drohen dann Missbildungen an Flügeln, Beinen oder Hinterleib. Da die Brut selbst kaum eigene Wärme erzeugen kann, hängt eine gleichmäßige Bruttemperatur vollständig vom Zusammenspiel vieler Wärmebienen im Volk ab, die sich je nach Bedarf über das Brutnest verteilen.

Für die Praxis erklärt dieses Verhalten, warum kleine, bienenarme Völker im zeitigen Frühjahr Schwierigkeiten haben, größere Brutflächen warm zu halten, und weshalb starkes Ausdünnen eines Volkes im Frühjahr riskant ist. Auch eine gute Wärmedämmung der Beute unterstützt die Heizerbienen, weil weniger Energie für den Temperaturausgleich mit der Außenluft verloren geht. Ein verbreiteter Irrtum ist, die Temperaturregulation allein der Königin oder dem gesamten Bienenknäuel pauschal zuzuschreiben, tatsächlich übernehmen einzelne, spezialisierte Heizerbienen gezielt diese Aufgabe.

Quellen (2)

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