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Nassanoff Drüse

Lexikon

Die Nassanoff Drüse, auch Sterzeldrüse oder Duftdrüse genannt, liegt am hinteren Rand des Hinterleibs einer Arbeiterin, genauer am vorderen Teil des siebten Rückenschildes.

Die Nassanoff Drüse, auch Sterzeldrüse oder Duftdrüse genannt, liegt am hinteren Rand des Hinterleibs einer Arbeiterin, genauer am vorderen Teil des siebten Rückenschildes. Sie besteht aus rund 500 einzelnen Drüsenzellen und produziert ein Duftstoffgemisch, dessen wichtigste Komponente das Terpen Geraniol ist, ergänzt durch weitere verwandte Stoffe. Der Geruch wird von vielen Menschen als blumig oder an Melisse erinnernd beschrieben.

Ihre Öffnungen liegen normalerweise verborgen unter den letzten Rückenschuppen und werden erst beim charakteristischen Sterzeln freigelegt, wenn die Biene den Hinterleib anhebt und die Schuppen zurückzieht. Der Duftstoff wird dann durch Flügelfächeln aktiv in die Luft verteilt und vermischt sich mit dem spezifischen Geruch des jeweiligen Volkes.

Für die imkerliche Praxis ist wichtig, die Nassanoff Drüse nicht mit anderen Duftorganen der Biene zu verwechseln, etwa der Giftdrüse am Stachel oder den Mandibeldrüsen im Kopf, die jeweils ganz andere Signale aussenden. Wer versteht, dass der angenehme, blumige Duft am Flugloch von dieser Drüse stammt und der Orientierung des Volkes dient, kann das Verhalten von Bienen beim Einlogieren eines Schwarms oder nach einem Standortwechsel besser einordnen.

Quellen (2)

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