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Smoker

Lexikon

Der Smoker, auch Rauchgerät oder Imkerpfeife genannt, ist das klassische Werkzeug, um Bienenvölker bei der Durchsicht ruhig zu stellen.

Der Smoker, auch Rauchgerät oder Imkerpfeife genannt, ist das klassische Werkzeug, um Bienenvölker bei der Durchsicht ruhig zu stellen. Er besteht aus einer zylindrischen Brennkammer mit Ausblasrohr und einem Blasebalg, der den Rauch von langsam schwelendem Brennmaterial gezielt zum Flugloch und später über die Waben bläst. Diese Bauform mit Blasebalg wird dem amerikanischen Imker Moses Quinby im 19. Jahrhundert zugeschrieben, sie verdrängte die ältere, mit dem Mund betriebene Imkerpfeife, die unter anderem Zahnschäden und gereizte Atemwege verursachen konnte.

Nehmen Bienen Rauch wahr, deuten sie ihn wie viele andere Tiere als ernsthafte Gefahr, etwa einen Waldbrand, und bereiten sich auf die Flucht vor. Dabei stürzen sie sich auf ihre Honigvorräte und füllen die Honigblase als Reiseproviant. Weil sie damit beschäftigt sind, nehmen sie die Störung durch den Imker kaum noch wahr und fliegen mit vollem Hinterleib auch träger, wodurch sich am geöffneten Volk für kurze Zeit ruhiger arbeiten lässt.

Als Brennmaterial eignet sich vor allem trockenes, langsam schwelendes Material wie Sägespäne, Stroh, Rainfarn oder morsches Weichholz. Zum Anzünden nimmt man Zeitungspapier oder einen Eierkarton und legt danach feine Holzspäne nach, reines Sägemehl sollte man dabei meiden, weil es zu schnell durchbrennt. Wichtig für die Praxis ist, dass der Rauch kühl und nicht zu dicht aus dem Schnabel kommt, denn heißer oder zu intensiver Rauch macht Bienen eher aggressiv statt sie zu beruhigen. Ein typischer Anfängerfehler ist daher, viel zu großzügig und dauerhaft zu rauchen, statt sparsam und gezielt nur bei Bedarf kurz nachzupumpen.

Quellen (2)

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