Drohn
Lexikon
Der Drohn ist die männliche Biene im Volk.
Der Drohn ist die männliche Biene im Volk. Er entsteht aus einem unbefruchteten Ei und besitzt daher nur einen einfachen Chromosomensatz, hat also keinen Vater, kann aber Vater der nächsten Bienengeneration werden. Drohnen haben keinen Stachel und keinen Sammelapparat an den Hinterbeinen. Sie tragen weder Nektar noch Pollen ein und werden im Stock mitversorgt.
Die Entwicklung vom Ei bis zur fertigen Biene dauert beim Drohn 24 Tage und damit länger als bei Arbeiterin (21 Tage) und Königin (16 Tage). Nach dem Schlüpfen braucht er noch rund ein bis zwei Wochen, bis er geschlechtsreif ist. Seine Aufgabe ist die Begattung junger Königinnen auf den Drohnensammelplätzen, möglichst nicht aus dem eigenen Volk. Wer dabei zum Zuge kommt, stirbt bei der Paarung. Kommt es nicht dazu, kann ein Drohn etwa 30 bis 40 Tage alt werden.
Wie viele Drohnen ein Volk hält, schwankt. Übliche Angaben liegen bei mehreren hundert bis rund 1.000 Tieren, und sie sind nur im Frühjahr und Sommer im Volk zu finden. Gegen Ende der Saison, wenn Tracht und Vermehrungszeit auslaufen, werden sie nicht mehr gefüttert und aus dem Stock gedrängt. Das nennt man Drohnenschlacht. Ein festes Datum dafür gibt es nicht, der Zeitpunkt hängt vom Trachtverlauf und vom Jahr ab.
Drohnen gelten oft als Nutznießer, die nur Futter kosten. Für die Begattung sind sie jedoch unverzichtbar, und zwar in großer Zahl und aus vielen verschiedenen Völkern. Weil eine Königin sich mit mehreren Drohnen paart, stammen die Arbeiterinnen eines Volkes von mehreren Vätern ab. Diese genetische Vielfalt innerhalb des Volkes ist ein biologischer Vorteil, kein Zufall.