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Spritzprobe

Lexikon

Die Spritzprobe ist ein einfacher Praxistest, mit dem Imker vor der Ernte prüfen, ob der Honig in den Waben schon reif genug zum Schleudern ist.

Die Spritzprobe ist ein einfacher Praxistest, mit dem Imker vor der Ernte prüfen, ob der Honig in den Waben schon reif genug zum Schleudern ist. Reif bedeutet dabei vor allem, dass die Bienen den ursprünglich wässrigen Nektar durch Verdunsten und Umtragen so weit eingedickt haben, dass der Wassergehalt niedrig genug für eine dauerhaft haltbare Lagerung ist.

Für den Test wird eine unverdeckelte Randwabe aus dem Honigraum entnommen, waagerecht gehalten und dann ruckartig nach unten geschlagen oder geschüttelt. Tröpfelt oder spritzt dabei Nektar beziehungsweise dünner Honig aus den Zellen, ist der Honig noch nicht reif und sollte frühestens nach ein bis zwei weiteren Wochen erneut geprüft werden. Bleibt der Honig dagegen in den Zellen hängen, gilt die Wabe als erntereif.

Als zusätzlicher Reifeindikator dient der Verdeckelungsgrad der Waben: Da die Bienen eine Zelle erst verschließen, wenn der Honig ausreichend eingedickt ist, gilt ein Anteil von etwa zwei Dritteln verdeckelter Wabenfläche als starkes Zeichen für Erntereife. Allerdings ersetzt weder die Spritzprobe noch der Verdeckelungsgrad eine genaue Messung, denn besonders bei feuchten Sommern oder starken Massentrachten wie Raps können auch verdeckelte Waben noch zu viel Wasser enthalten. Verbindliche Werte liefert daher nur ein Refraktometer, mit dem der Wassergehalt direkt an einer Stichprobe gemessen wird. Nach der deutschen Honigverordnung sind bis zu 20 Prozent Wasser zulässig, während der Deutsche Imkerbund für sein Glas einen strengeren Grenzwert von höchstens 18 Prozent vorschreibt.

Quellen (2)

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