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Kuntzsch-Maß

Lexikon

Das Kuntzsch-Maß ist ein älteres deutsches Rähmchenmaß, das vor allem in Sachsen, Thüringen und angrenzenden Gebieten verbreitet war und dort teilweise bis heute genutzt wird.

Das Kuntzsch-Maß ist ein älteres deutsches Rähmchenmaß, das vor allem in Sachsen, Thüringen und angrenzenden Gebieten verbreitet war und dort teilweise bis heute genutzt wird. Es geht auf den Imker Gustav Kuntzsch zurück.

Es gibt zwei Ausführungen mit derselben Wabenfläche von rund 713 Quadratzentimetern. Kuntzsch breit, auch Kuntzsch normal genannt, misst 335 mal 250 Millimeter, Kuntzsch hoch misst 250 mal 335 Millimeter. Es ist also im Kern dasselbe Rähmchen, nur um neunzig Grad gedreht eingesetzt.

Damit liegt die Wabenfläche zwischen Deutsch Normalmaß und Zander. Die Hochvariante bildet ein hohes, schmales Brutnest, was in der kalten Jahreszeit als klimatisch günstig gilt, weil das Volk im Wintersitz nach oben ins Futter wandern kann statt seitlich.

Wer gebrauchtes Material aus dem Osten Deutschlands übernimmt, sollte nachmessen. Kuntzsch-Rähmchen passen weder in Zander- noch in Normalmaßzargen, und der Nachschub an Mittelwänden und Zubehör ist deutlich schmaler als bei den verbreiteten Maßen.

Quellen (3)

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