Honigraum
Lexikon
Der Honigraum ist jener Teil der Bienenbeute, den die Bienen ausschließlich zum Einlagern und Reifen von Nektar und Honig nutzen, während die Aufzucht der Brut im darunterliegenden Brutraum stattfindet.
Der Honigraum ist jener Teil der Bienenbeute, den die Bienen ausschließlich zum Einlagern und Reifen von Nektar und Honig nutzen, während die Aufzucht der Brut im darunterliegenden Brutraum stattfindet. Bei Magazinbeuten wird der Honigraum als eine oder mehrere zusätzliche Zargen oben aufgesetzt, sobald das Volk stark genug ist und eine Tracht beginnt.
Damit die Königin nicht in den Honigraum vordringt und dort Eier ablegt, trennen viele Imker beide Bereiche durch ein Absperrgitter. So bleibt der geerntete Honig garantiert brutfrei, was sowohl für die Qualität als auch für die Hygiene beim Schleudern wichtig ist. Der richtige Zeitpunkt für das Aufsetzen des Honigraums will gelernt sein: zu früh aufgesetzt, kühlt er das Brutnest unnötig aus, zu spät aufgesetzt, verpasst der Imker den Beginn der Tracht und das Volk gerät in Schwarmstimmung, weil ihm der Platz fehlt.
Ein verbreiteter Fehler ist es, in den Honigraum Waben zu hängen, die zuvor im Brutraum standen. Solche Waben können Rückstände aus der Bruttätigkeit enthalten und sollten dem Brutraum vorbehalten bleiben. Für den Honigraum eignen sich stattdessen Mittelwände oder bereits ausgebaute, aber brutfreie Leerwaben, damit der Honig sauber und ohne Fremdstoffe eingelagert wird.