Läppertracht
Lexikon
Läppertracht nennt man den kleinteiligen, über viele Pflanzenarten verteilten Nektar- und Polleneintrag, bei dem die Waage nur wenig oder gar nicht steigt, das Volk aber laufend versorgt wird.
Läppertracht nennt man den kleinteiligen, über viele Pflanzenarten verteilten Nektar- und Polleneintrag, bei dem die Waage nur wenig oder gar nicht steigt, das Volk aber laufend versorgt wird. Sie stammt aus Wegrändern, Gärten, Brachen, Hecken und Wiesen und trägt vor allem im Hoch- und Spätsommer.
Eine Ernte bringt die Läppertracht selten. Ihre Bedeutung liegt woanders: Sie hält die Brut in Gang und versorgt genau die Wochen, in denen die Winterbienen heranwachsen. Fehlt sie, muss der Imker früher und mehr füttern, und die Völker gehen mit schlechterer Eiweißversorgung in den Winter.
In ausgeräumten Agrarlandschaften ist die Läppertracht knapp. Genau hier setzen Blühstreifen, späte Mahdtermine und die Auswahl von Bienenweidepflanzen an, die nach dem Ende der großen Massentrachten blühen.
Der Begriff wird nicht ganz einheitlich verwendet. Manche Quellen fassen darunter nur den letzten Eintrag im Herbst, andere jede verteilte Kleintracht. Gemeint ist in beiden Fällen dasselbe Gegenstück zur Massentracht.