Spielnäpfchen
Lexikon
Spielnäpfchen sind kleine, kugelig geformte Wachsnäpfchen, die Bienen auf der Wabenfläche oder am Wabenrand anlegen, ohne dass die Königin bereits ein Ei hineingelegt hat.
Spielnäpfchen sind kleine, kugelig geformte Wachsnäpfchen, die Bienen auf der Wabenfläche oder am Wabenrand anlegen, ohne dass die Königin bereits ein Ei hineingelegt hat. Sie gelten als Vorstufe einer echten Weiselzelle: Erst wenn die Königin ein Ei ablegt, bauen die Arbeiterinnen das Näpfchen zur länglichen, nach unten offenen Weiselzelle aus. Solange das nicht geschieht, bleibt es bei der kleinen, runden Form.
Für Imker sind Spielnäpfchen ein wichtiges Frühwarnzeichen, auch wenn sie noch keine unmittelbare Schwarmgefahr bedeuten. Nach übereinstimmenden Empfehlungen sollte man sie nicht einfach zerstören, sondern die betroffene Wabe markieren und nach etwa sieben bis neun Tagen erneut kontrollieren. Sind die Näpfchen dann bestiftet oder enthalten bereits Larven, ist das ein klares Zeichen für beginnende Schwarmstimmung.
Ein häufiges Missverständnis unter Einsteigern ist, jedes gefundene Spielnäpfchen sofort als Beweis für einen bevorstehenden Schwarm zu werten und panisch zu reagieren. Viele Völker bauen im Frühjahr regelmäßig Spielnäpfchen, ohne dass daraus tatsächlich eine Schwarmzelle wird. Entscheidend ist nicht das Vorhandensein des Näpfchens selbst, sondern ob die Königin es später bestiftet.