Segeberger Beute
Lexikon
Die Segeberger Beute ist eine Magazinbeute aus geschäumtem Hartstyropor (EPS), die nach der Imkerschule in Bad Segeberg in Schleswig Holstein benannt ist und vor allem im Norden Deutschlands stark verbreitet ist.
Die Segeberger Beute ist eine Magazinbeute aus geschäumtem Hartstyropor (EPS), die nach der Imkerschule in Bad Segeberg in Schleswig Holstein benannt ist und vor allem im Norden Deutschlands stark verbreitet ist. Ihr Grundriss ist quadratisch mit einer Kantenlänge von etwa fünfzig mal fünfzig Zentimetern, sodass sich die Zargen beliebig drehen lassen und sowohl im Warmbau als auch im Kaltbau betrieben werden können.
Die Zargen fassen jeweils elf Rähmchen im Deutsch Normalmaß. Durch das leichte, aber stabile Kunststoffmaterial sind Segeberger Beuten deutlich leichter zu handhaben als vergleichbare Holzzargen und benötigen im Außenbereich keinen zusätzlichen Wetterschutz. Die guten Dämmeigenschaften des Styropors kommen dem Volk vor allem im Winter zugute, weil weniger Wärme durch die Beutenwand verloren geht.
Für Anfänger ist die Segeberger Beute wegen ihres geringen Gewichts und der großen Verbreitung an Zubehör eine praktische Wahl, allerdings gilt Honig aus Kunststoffbeuten nach den Richtlinien der meisten Bioverbände nicht als Biohonig, da diese Holz oder andere Naturmaterialien vorschreiben. Zudem lässt sich Styropor leichter beschädigen als Holz, etwa durch Mäuse oder Spechte, weshalb beschädigte Zargen regelmäßig kontrolliert werden sollten.