Blatthonig
Lexikon
Blatthonig ist eine besondere Form von Honigtauhonig, die von Blattläusen und ähnlichen Insekten stammt, die auf Laubbäumen wie Eichen oder Ahorn leben, im Unterschied zu Fichten- oder Tannenhonig, die von Nadelbäumen stammen.
Blatthonig ist eine besondere Form von Honigtauhonig, die von Blattläusen und ähnlichen Insekten stammt, die auf Laubbäumen wie Eichen oder Ahorn leben, im Unterschied zu Fichten- oder Tannenhonig, die von Nadelbäumen stammen. Beide Honige entstehen also aus Honigtau, unterscheiden sich aber in ihrer botanischen Herkunft, weil die jeweiligen Lauspopulationen an ganz bestimmte Baumarten gebunden sind.
Geschmacklich gilt Blatthonig als kräftig und mitunter karamellartig, was ihn in eine ähnliche Richtung wie andere Honigtauhonige rückt, jedoch mit eigenen sortentypischen Nuancen je nach Baumart. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Blatthonig und Waldhonig heute häufig nicht mehr sauber unterschieden und beide Begriffe pauschal für Honigtauhonig verwendet, während Fachleute die Trennung nach Laub- und Nadelbäumen nach wie vor kennen.
Rechtlich kennt die Honigverordnung keine eigene Verkehrsbezeichnung Blatthonig, er fällt unter die allgemeine Kategorie Honigtauhonig. Stammt er vollständig von Pflanzen aus Wäldern, darf er nach den Leitsätzen für Honig auch als Waldhonig bezeichnet werden. Für Imker ist die Unterscheidung dennoch praktisch relevant, weil Blatthonig oft ein anderes Kristallisationsverhalten und einen anderen Mineralstoffgehalt zeigt als reiner Nadelwaldhonig, je nachdem, von welchen Bäumen der Honigtau stammt.