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Hofstaat

Lexikon

Als Hofstaat bezeichnet man die Gruppe junger Ammenbienen, die eine Bienenkönigin im Volk ständig umgibt und versorgt.

Als Hofstaat bezeichnet man die Gruppe junger Ammenbienen, die eine Bienenkönigin im Volk ständig umgibt und versorgt. Weil sich die Arbeiterinnen dabei sternförmig der Königin zuwenden, entsteht der Eindruck eines königlichen Gefolges, daher der Name. Die Zusammensetzung des Hofstaats wechselt laufend, da immer wieder neue Ammenbienen diese Aufgabe übernehmen.

Die Bienen im Hofstaat erfüllen mehrere lebenswichtige Aufgaben: Sie füttern die Königin mit selbst produziertem Futtersaft, reinigen sie mit den Mundwerkzeugen und halten über die Fühler ständigen Kontakt zu ihr. Dabei nehmen sie an ihrem Körper das Königinnenpheromon auf und verteilen diesen Duftstoff durch Weitergabe im ganzen Volk. Auf diese Weise erfährt das gesamte Volk, dass eine intakte, legende Königin vorhanden ist.

Für die Imkerpraxis ist der Hofstaat auch ein nützliches Suchmerkmal: Wo sich Arbeiterinnen auffällig sternförmig um eine Stelle auf der Wabe drängen und ihr zugewandt stehen, sitzt meist die Königin selbst, was das Auffinden bei der Volkskontrolle erleichtert. Fehlt dieses typische Bild, kann das ein erster Hinweis auf einen möglichen Königinnenverlust sein, wobei allein daraus noch keine sichere Diagnose folgt.

Quellen (2)

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