Waldhonig
Lexikon
Waldhonig ist nach den Leitsätzen für Honig ein Honigtauhonig, der vollständig von Pflanzen aus dem Wald stammt, wobei Parkanlagen in Städten ausdrücklich nicht als Wald gelten.
Waldhonig ist nach den Leitsätzen für Honig ein Honigtauhonig, der vollständig von Pflanzen aus dem Wald stammt, wobei Parkanlagen in Städten ausdrücklich nicht als Wald gelten. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist Waldhonig der gängige Oberbegriff für Honig, den die Bienen überwiegend aus dem zuckerhaltigen Honigtau von Blattläusen und ähnlichen Insekten auf Bäumen gewonnen haben, wobei in Deutschland vor allem Nadelbäume wie Fichte und Tanne als Träger dieser Läuse eine große Rolle spielen.
Typisch für Waldhonig sind ein kräftiger, herber Geschmack, eine dunklere Farbe von bernsteinfarben bis dunkelbraun und ein besonders hoher Mineralstoffgehalt, der auf die im Honigtau enthaltenen Spurenelemente des Baum Siebröhrensaftes zurückgeht. Chemisch zeigt sich das unter anderem in einer deutlich höheren elektrischen Leitfähigkeit im Vergleich zu Blütenhonig, weshalb die Leitfähigkeit auch als Messkriterium zur Unterscheidung der beiden Honigtypen dient.
Für Imker ist Waldhonig stark trachtabhängig, weil er nur zustande kommt, wenn die honigtauerzeugenden Läuse sich in ausreichender Zahl vermehren, was wiederum von Witterung und Baumgesundheit abhängt, sodass es Jahre mit reichlicher und Jahre mit praktisch fehlender Waldtracht gibt. Ausserdem neigt manch ein Waldhonig durch seinen Melezitosegehalt zu schneller und harter Kristallisation bis hin zu sogenanntem Zementhonig, was beim Schleudern und Abfüllen besondere Sorgfalt erfordert.