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Brutling

Lexikon

Brutling ist ein anderer Name für den Brutableger, also die in Deutschland mit Abstand am häufigsten verwendete Form der Ablegerbildung.

Brutling ist ein anderer Name für den Brutableger, also die in Deutschland mit Abstand am häufigsten verwendete Form der Ablegerbildung. Bei seiner Entstehung erhält das neue Volk ein oder mehrere Wabenrähmchen mit junger, unverdeckelter Brut, also Eiern oder jungen Larven, zusammen mit anhaftenden Bienen und meist einer Futterwabe. Aus dieser jungen Brut zieht sich das Volk anschließend selbst eine Königin nach, sofern ihm nicht ohnehin eine begattete Königin oder eine Weiselzelle zugesetzt wird.

Der entscheidende Unterschied zu anderen Ablegerformen wie Flugling, Fegling oder Kunstschwarm liegt darin, dass der Brutling von Anfang an über eigene Brut und damit über die Grundlage für den eigenen Nachwuchs verfügt, statt allein auf zurückkehrende Flugbienen oder abgefegte Bienenmasse angewiesen zu sein. Das macht ihn robuster und weniger von einer erfolgreichen Königinnenzucht abhängig, allerdings auch etwas langsamer im Aufbau, weil zunächst die alte Brut auslaufen muss, bevor die neue Königin zu legen beginnt.

Für die imkerliche Praxis ist der Brutling die klassische Methode, wenn man mit überschaubarem Aufwand aus einem starken Volk ein zweites schaffen möchte, etwa im Rahmen des Schröpfens zur Schwarmvorbeugung. Ein häufiger Anfängerfehler ist, zu wenig Bienenmasse mit auf die Brutwabe zu geben, sodass die Brut auskühlt und der Ableger nicht richtig anspringt.

Quellen (2)

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