Fächeln
Lexikon
Fächeln ist das Flügelschlagen der Bienen an Ort und Stelle, mit dem sie einen Luftstrom erzeugen.
Fächeln ist das Flügelschlagen der Bienen an Ort und Stelle, mit dem sie einen Luftstrom erzeugen. Es dient der Belüftung des Stockes, der Temperaturregelung und vor allem der Wasserverdunstung aus dem eingetragenen Nektar. Ohne dieses Fächeln gäbe es keine Honigreife.
An heißen Tagen verteilen die Bienen zusätzlich Wassertröpfchen auf den Waben. Die Verdunstung kühlt die Stockluft, das Fächeln am Flugloch trägt die warme Luft nach draußen. Im Sommer hört man abends an einer starken Beute deutlich das gleichmäßige Brummen der fächelnden Bienen.
Fächeln wird häufig mit Sterzeln verwechselt. Beim Sterzeln reckt die Biene den Hinterleib hoch, legt die Nassanoff-Drüse frei und verteilt das Duftsignal mit dem Flügelschlag. Beim Fächeln bleibt der Hinterleib unten und die Duftdrüse geschlossen. Wer das unterscheiden kann, erkennt am Flugloch den Unterschied zwischen einem Volk, das nur lüftet, und einem, das gerade Bienen zurückruft, etwa nach dem Einlogieren eines Schwarms.