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Belegstelle

Lexikon

Eine Belegstelle ist ein abgelegener Platz, an dem ausschließlich ausgewählte Drohnenvölker stehen und an dem Königinnen kontrolliert angepaart werden.

Eine Belegstelle ist ein abgelegener Platz, an dem ausschließlich ausgewählte Drohnenvölker stehen und an dem Königinnen kontrolliert angepaart werden. Ziel ist, die väterliche Seite der Nachzucht zu bestimmen, was bei der Standbegattung nicht möglich ist.

Man unterscheidet Landbelegstellen, die in Tälern, Waldgebieten oder Gebirgslagen möglichst weit von anderen Bienenständen entfernt liegen, und Inselbelegstellen, bei denen das Wasser die Abschottung übernimmt. Betrieben werden sie in der Regel von Landesverbänden, Zuchtverbänden oder Instituten.

Wer beschickt, muss Auflagen einhalten. Die Begattungseinheiten müssen drohnenfrei sein oder ein Absperrgitter tragen, damit keine eigenen Drohnen mitkommen. Verlangt werden außerdem Name und Anschrift des Züchters, ein Gesundheitszeugnis und die Angabe der Zahl der Anlieferungen. Angeliefert wird zu festgelegten Terminen, teils ist eine Anmeldung bei der Belegstellenleitung nötig. Die Vatervölker werden mindestens eine Woche vor Eröffnung an die Belegstelle gebracht, damit die Drohnen dort zur Zuchtreife kommen.

Eine Belegstelle ist nie hundertprozentig sicher. Drohnen fliegen weit, und je nach Lage kommen einzelne fremde Tiere durch. Deshalb wird der Schutzbereich freigehalten und die Belegstelle nur in einem begrenzten Zeitfenster betrieben.

Quellen (3)

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