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Sammelbiene

Lexikon

Die Sammelbiene, auch Flugbiene genannt, ist eine Arbeiterin im letzten Abschnitt ihres Lebens.

Die Sammelbiene, auch Flugbiene genannt, ist eine Arbeiterin im letzten Abschnitt ihres Lebens. Etwa ab dem 21. Lebenstag, also nach rund drei Wochen Innendienst als Putz, Amme, Bau und Wächterbiene, wechselt sie in den Außendienst und verlässt regelmäßig den Stock. Sie holt Nektar und Honigtau, Pollen, Wasser sowie Baumharze für die Propolisherstellung heran und versorgt damit das gesamte Volk mit allem, was für Brutpflege, Ernährung und Stockhygiene gebraucht wird.

Für die imkerliche Praxis ist die Sammelbiene das sichtbarste Mitglied des Volkes. Der Flugverkehr am Flugloch, die Menge an eingetragenem Pollen und das Verhalten am Anflugbrett geben direkte Hinweise auf Volksstärke, Trachtangebot und den Gesundheitszustand des Volkes. Beobachtet ein Imker kaum Sammelaktivität bei gutem Wetter und blühender Tracht in der Umgebung, ist das oft ein erstes Warnsignal für ein schwaches oder krankes Volk.

Der Sammeldienst zehrt den Körper der Biene schnell auf. Innerhalb von zwei bis drei Wochen nutzen sich Haarkleid und Flügel sichtbar ab, die Biene wird kahl und dunkler, Flügelränder reißen ein. Am Ende ihres Lebens kehrt eine Sammelbiene meist nicht mehr in den Stock zurück, sondern stirbt im Feld, was erklärt, warum tote Flugbienen kaum im Stock zu finden sind, tote Jungbienen aus Krankheitsgeschehen dagegen schon.

Ein häufiges Missverständnis ist, jede vor dem Flugloch fliegende Biene für eine Sammelbiene zu halten. Tatsächlich sehen auch die Orientierungsflüge junger Stockbienen, die sich Lage und Umgebung des Stockes einprägen, sehr ähnlich aus. Wer beides verwechselt, überschätzt leicht die tatsächliche Sammelleistung eines Volkes.

Quellen (2)

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