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Hinterbehandlungsbeute

Lexikon

Die Hinterbehandlungsbeute ist eine ältere Bauform der Bienenwohnung, bei der der Imker nicht wie bei der heutigen Magazinbeute von oben, sondern von der Rückseite des feststehenden Kastens aus arbeitet.

Die Hinterbehandlungsbeute ist eine ältere Bauform der Bienenwohnung, bei der der Imker nicht wie bei der heutigen Magazinbeute von oben, sondern von der Rückseite des feststehenden Kastens aus arbeitet. Sie ähnelt äußerlich einem kleinen Schrank mit fest eingebautem Boden und Deckel, in dem die Rähmchen hintereinander aufgereiht stehen und einzeln von hinten herausgezogen werden.

Man unterscheidet vor allem zwei Bauarten: beim sogenannten Hinterlader müssen die Rähmchen wie bei einem Karteikasten der Reihe nach von vorne nach hinten gezogen werden, beim Blätterstock dagegen lässt sich jedes Rähmchen wie eine Buchseite einzeln herausnehmen, ohne die davor stehenden Waben zu bewegen. Diese Bauweise war im deutschsprachigen Raum vom neunzehnten Jahrhundert bis in die 1970er Jahre in Bienenhäusern und auf festen Bienenständen weit verbreitet.

Der große Nachteil gegenüber der Magazinbeute liegt in der festen Raumgröße: wächst ein Volk stärker als vorgesehen, lässt sich der Kasten nicht wie eine Zarge einfach erweitern, was Schwarmneigung begünstigt. Auch die Honigernte ist aufwendiger, weil jede Wabe einzeln entnommen werden muss statt eine ganze Zarge auf einmal abzuheben. Heute begegnet man Hinterbehandlungsbeuten vor allem noch bei älteren Imkern, die an ihrer gewohnten Betriebsweise festhalten, sowie regional etwa in der Schweiz.

Quellen (2)

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