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Bestandsbuch für Imker: Behandlungen sauber dokumentieren

Arzneimittel, Charge, Menge, Wartezeit und die behandelten Bienenvölker hältst du an der Behandlung fest. Daraus entsteht dein Bestandsbuch als PDF, je Standort und Jahr.

Wer Bienen hält und Honig in Verkehr bringt, muss jede Anwendung eines Tierarzneimittels nachweisen können. In Deutschland heißt die Aufzeichnung Bestandsbuch, in Österreich Bestandsverzeichnis, in der Schweiz Bestandeskontrolle. Gemeint ist überall dasselbe: eine lückenlose, nachvollziehbare Aufzeichnung deiner Behandlungen.

Wer ein Bestandsbuch führen muss

Bienen sind lebensmittelliefernde Tiere. Sobald du Honig in Verkehr bringst, gilt für dich dieselbe Nachweispflicht wie für jeden anderen Tierhalter. Die Zahl deiner Bienenvölker spielt dabei keine Rolle: Auch mit zwei Bienenvölkern führst du ein Bestandsbuch, sobald du ein Tierarzneimittel anwendest.

Und das tust du früher, als viele denken. Varroazide sind Tierarzneimittel, auch die frei verkäuflichen. Ameisensäure, Oxalsäure, Milchsäure und Thymolpräparate fallen darunter, sobald sie als zugelassenes Präparat am Bienenvolk eingesetzt werden. Wer im Sommer behandelt, ist aufzeichnungspflichtig.

Nicht aufzeichnungspflichtig sind rein biotechnische Verfahren: Drohnenbrutschneiden, Bannwabe, Brutentnahme. Da wird kein Arzneimittel angewendet.

Was hineingehört

Die Angaben, die du je Anwendung festhalten musst, stehen in Artikel 108 der Verordnung (EU) 2019/6. Im Kern sind es:

  • Datum der Anwendung
  • Bezeichnung des Arzneimittels
  • Angewendete Menge
  • Die behandelten Tiere, bei Bienen also, welche Bienenvölker
  • Behandlungsdauer
  • Wartezeit, auch wenn sie null Tage beträgt
  • Herkunft des Mittels: Name und Anschrift des Lieferanten und der Beleg über den Erwerb
  • Der verschreibende Tierarzt, falls einer beteiligt ist

Dazu kommen die Belege: Abgabe- und Kaufbelege gehören aufbewahrt, nicht nur die eigene Aufzeichnung. Bei einer Kontrolle wird beides gegeneinandergehalten. Wer Ameisensäure für zwanzig Bienenvölker im Buch stehen hat, aber nur eine Flasche gekauft hat, muss das erklären können.

Was iBeekeeper beim Behandeln festhält

Datum, Zeitraum und Präparat

Beginn und Ende der Behandlung und das Mittel trägst du direkt am Bienenvolk ein.

Menge und Charge

Die Menge je Bienenvolk und in der Webanwendung die Charge vom Etikett.

Die behandelten Bienenvölker

Einzeln oder für alle Bienenvölker eines Standorts auf einmal.

Wartezeit

Sie steht im Bestandsbuch, und am Bienenvolk siehst du, bis wann sie läuft.

Lieferant, Beleg und Tierarzt

In der Webanwendung an der Behandlung. Den Lieferanten schlägt iBeekeeper aus dem letzten Lagerzugang des Mittels vor.

Anwender und laufende Nummer

Wer behandelt hat, und eine laufende Nummer je Jahr, zum Beispiel 2026-001.

Das Bestandsbuch als PDF

Unter „Berichte“ gibt die Webanwendung das Bestandsbuch (Deutschland) aus, je Standort und Jahr, mit den Angaben nach Artikel 108 der Verordnung (EU) 2019/6 und § 2 der Tierhalter-Arzneimittelanwendungs- und Nachweisverordnung. Im Kopf stehen deine Angaben als Tierhalter mit Registriernummer und der Standort der Bienenvölker, unten das Feld für deine Unterschrift. Fehlt eine Angabe, steht im PDF „keine Angabe“, und ein Hinweis nennt die Zahl der unvollständigen Eintragungen.

Ist ein Jahr vollständig, schließt du es ab. Danach lässt sich eine Behandlung nur noch mit Änderungsvermerk ändern oder stornieren. Zeitpunkt, Person, alter und neuer Wert stehen dann im Anhang „Änderungen nach Abschluss“.

Das Bestandsbuch als PDF gibt es im Paket und in der Testphase, nach Vertragsende noch 90 Tage. Der Datenexport unter „Einstellungen“ bleibt immer frei, auch ohne Paket.

Was iBeekeeper dir nicht abnimmt: die Belege aufzubewahren und am Ende zu prüfen, ob deine Angaben stimmen. Eine Rechtsberatung ersetzt die App nicht.

Wie lange du aufbewahren musst

Die Aufzeichnungen sind mindestens fünf Jahre aufzubewahren, gerechnet ab der Anwendung. Das gilt auch dann, wenn du die Bienenvölker längst abgegeben hast oder mit dem Imkern aufhörst.

Fünf Jahre sind für ein Papierheft eine lange Zeit. Es liegt im Schuppen, wird nass, verschwindet beim Umzug, und rekonstruieren lässt sich eine Behandlung von 2023 nicht mehr. Digital geführte Aufzeichnungen sind dafür zulässig, solange sie lesbar, unverändert nachvollziehbar und auf Verlangen vorlegbar sind.

Was bei einer Kontrolle passiert

Kontrolliert wird durch das Veterinäramt. Bei Imkereien geschieht das nicht routinemäßig, aber es kommt vor, etwa im Rahmen eines Rückstandsmonitorings, bei einem Faulbrutgeschehen im Sperrbezirk oder auf Anlass.

Verlangt wird dann die Vorlage der Aufzeichnungen für den geprüften Zeitraum, zusammen mit den Belegen über den Bezug der Mittel. Geprüft wird, ob die Anwendungen vollständig dokumentiert sind und ob Bezug und Verbrauch zusammenpassen.

Der häufigste Mangel ist banal: Es fehlen einzelne Behandlungen, weil sie nie aufgeschrieben wurden. Nicht Böswilligkeit, sondern der Zettel, der am Stand nicht dabei war.

Heft oder App?

Merkmal Papierheft iBeekeeper
Eintrag am Bienenstand nur wenn das Heft dabei ist in der App, auch ohne Netz
Behandlung je Bienenvolk zuordnen von Hand für jedes Bienenvolk mehrere Bienenvölker auf einmal
Wartezeit und Charge trägst du selbst ein an der Behandlung erfasst, im PDF enthalten
Fertiges Formular Zeile für Zeile von Hand PDF je Standort und Jahr
Fünf Jahre wiederfinden abhängig vom Aufbewahrungsort nach Zeitraum filterbar, am Bienenvolk einsehbar
Verlust durch Nässe oder Umzug kommt vor auf Servern in Deutschland

Die nächste Behandlung dort festhalten, wo sie stattfindet

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Du imkerst in der Schweiz? Dort heißt die Aufzeichnung Bestandeskontrolle, und dafür gibt es den fertigen Ausdruck im amtlichen Formular: Bestandeskontrolle für Schweizer Imkereien.

Wie das Behandlungsjournal in der App aufgebaut ist, steht auf der Seite zum Modul Behandlungsjournal. Alle Berichte findest du auf der Seite Berichte. Und wann eine Behandlung überhaupt nötig ist, rechnet dir der Varroaindikator aus dem Milbenfall aus.

Dieser Text gibt den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindlich sind die geltenden Vorschriften; im Zweifel fragst du bei deinem Veterinäramt oder deinem Imkerverband nach.

Häufige Fragen

Was erfasst iBeekeeper bei einer Varroabehandlung?

Datum oder Zeitraum, Präparat, Menge, Konzentration, die behandelten Bienenvölker, die Wartezeit, den Anwender und bei Bedarf eine Notiz. In der Webanwendung kommen Charge, Name und Anschrift des Lieferanten, Belegnummer und gegebenenfalls der verschreibende Tierarzt dazu. In der App trägst du Behandlungen direkt am Stand ein, auch ohne Netz, und kannst eine Behandlung für mehrere Bienenvölker gemeinsam erfassen.

Ersetzt die App mein Bestandsbuch?

Für Deutschland gibt iBeekeeper das Bestandsbuch als PDF aus, je Standort und Jahr, mit den Angaben nach Artikel 108 der Verordnung (EU) 2019/6. Du prüfst es, unterschreibst es und bewahrst es zusammen mit deinen Belegen auf. Fehlt eine Angabe, weist das PDF darauf hin.

Für welche Länder gibt es einen fertigen Ausdruck?

Für Deutschland das Bestandsbuch, für die Schweiz die Bestandeskontrolle und die Inventarliste Tierarzneimittel. Das Behandlungsjournal gibt es für alle. Welche Formulare dir angeboten werden, richtet sich nach dem Land in deinem Profil.

Wie lange muss ich die Aufzeichnungen aufbewahren?

In Deutschland sind fünf Jahre vorgeschrieben. Digital erledigt sich das von selbst: Deine Einträge bleiben erhalten und lassen sich jederzeit exportieren, auch wenn du auf den kostenlosen Tarif zurückfällst. Das Bestandsbuch als PDF gibt es im Paket und in der Testphase, nach Vertragsende noch 90 Tage.

Die nächste Durchsicht schon digital dokumentieren

Am Bienenvolk eintragen, zu Hause ist alles schon da. Auch wenn am Stand kein Netz ist.

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