Wachsplättchen
Lexikon
Wachsplättchen sind die kleinen, farblosen und durchscheinenden Wachsschuppen, die eine Arbeiterin an der Unterseite ihres Hinterleibs ausschwitzt.
Wachsplättchen sind die kleinen, farblosen und durchscheinenden Wachsschuppen, die eine Arbeiterin an der Unterseite ihres Hinterleibs ausschwitzt. Sie entstehen an vier Paar Wachsdrüsen, deren glatte Flächen Wachsspiegel heißen, und wiegen jeweils weniger als ein Milligramm.
Die Biene holt das Plättchen mit den Beinen aus der Wachstasche, führt es den Mundwerkzeugen zu und knetet es dort mit Sekret der Mandibeldrüsen weich. Erst dadurch wird das Wachs formbar. Verbaut wird es beim Neubau der Waben, beim Ausbessern und beim Verdeckeln der Zellen.
Die Wachsdrüsen arbeiten vor allem bei jungen Bienen, mit einem Schwerpunkt etwa zwischen dem zwölften und achtzehnten Lebenstag. Bei Bedarf, etwa nach dem Schwärmen oder im Frühjahr, können auch ältere Bienen wieder bauen.
Bauen ist teuer. Für ein Kilogramm Wachs verbraucht das Volk ein Vielfaches an Honig, die Schätzungen der Institute liegen in der Größenordnung mehrerer Kilogramm bis über zehn Kilogramm. Außerdem brauchen die Bienen zum Bauen Wärme: Baubienen bilden Ketten und halten dabei etwa 30 bis 40 Grad.