Futterkranzprobe
Lexikon
Der Futterkranz ist der Ring aus Honig- und Pollenzellen unmittelbar um das Brutnest.
Der Futterkranz ist der Ring aus Honig- und Pollenzellen unmittelbar um das Brutnest. Weil die Bienen dort das einlagern, was sie ins Volk tragen, sammeln sich in diesem Bereich auch die Sporen des Erregers der Amerikanischen Faulbrut. Eine Probe daraus verrät den Befall, lange bevor am Brutbild etwas zu sehen ist.
Entnommen werden je Volk oder je Stand etwa hundert Gramm Futter mit einem sauberen Holzspatel, das Material kommt in einen verschließbaren Beutel und geht mit Begleitschein an ein Untersuchungsamt oder ein Bieneninstitut. Die Brut wird dabei nicht beschädigt.
Für amtliche Zwecke, also für ein Gesundheitszeugnis vor der Wanderung oder für Untersuchungen im Sperrbezirk, muss die Probe vom beamteten Tierarzt oder von einem beauftragten Bienensachverständigen genommen werden. Eine selbst gezogene Probe ist nur eine Eigenkontrolle und ersetzt kein Zeugnis.
Wer regelmäßig Proben einsendet, findet einen Befall früh und kann sanieren, bevor Völker getötet werden müssen und ein Sperrbezirk die ganze Nachbarschaft trifft. In mehreren Bundesländern übernimmt die Tierseuchenkasse die Untersuchungskosten im Rahmen von Monitoringprogrammen. Wer wandern will, sollte die Probenahme frühzeitig planen, denn zwischen Entnahme, Laborergebnis und Zeugnis vergehen Wochen.