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Kandieren

Lexikon

Kandieren ist die umgangssprachliche Bezeichnung für das natürliche Auskristallisieren von Honig, bei dem sich der gelöste Traubenzucker in Form fester Kristalle abscheidet und der Honig von einer flüssigen in eine feste oder cremige Konsistenz übergeht.

Kandieren ist die umgangssprachliche Bezeichnung für das natürliche Auskristallisieren von Honig, bei dem sich der gelöste Traubenzucker in Form fester Kristalle abscheidet und der Honig von einer flüssigen in eine feste oder cremige Konsistenz übergeht. Dieser Vorgang ist ein völlig natürlicher Prozess und kein Zeichen von Verderb. Ob und wann ein Honig fest wird, hängt vor allem von seiner Zusammensetzung ab.

Wie schnell und wie fein ein Honig kandiert, hängt vor allem vom Verhältnis der beiden Hauptzuckerarten Traubenzucker und Fruchtzucker sowie vom Wassergehalt ab. Honige mit hohem Traubenzuckeranteil, etwa Rapshonig, kandieren besonders schnell und neigen zu feiner Kristallisation, während fruchtzuckerreiche Honige wie Akazienhonig oft monatelang flüssig bleiben. Am schnellsten wachsen die Kristalle bei kühlen Lagertemperaturen um etwa 14 Grad, während sie bei Kühlschranktemperaturen kaum entstehen und ab etwa 25 bis 30 Grad wieder schmelzen.

Ein häufiges Missverständnis bei Kunden ist, kandierten Honig fälschlicherweise für verdorben oder mit Zucker versetzt zu halten, dabei ist gerade das Gegenteil der Fall. Für Imker bedeutet Kandieren vor allem, den richtigen Zeitpunkt zum Abfüllen zu erwischen und den Honig je nach gewünschter Konsistenz gezielt zu impfen oder zu rühren, bevor er von selbst grobkörnig aushärtet.

Quellen (2)

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