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Warmbau und Kaltbau

Lexikon

Warmbau und Kaltbau beschreiben, wie die Waben innerhalb einer Beute zum Flugloch ausgerichtet sind.

Warmbau und Kaltbau beschreiben, wie die Waben innerhalb einer Beute zum Flugloch ausgerichtet sind. Beim Kaltbau verlaufen die Wabengassen im rechten Winkel zum Flugloch nach hinten in die Beute, sodass der Blick durchs Flugloch direkt in die Gassen zwischen den Waben fällt. Beim Warmbau dagegen steht die erste Wabe quer vor dem Flugloch, sodass die Bienen beim Einflug zunächst auf die Wabenfläche treffen.

Die Bezeichnungen stammen aus einer Zeit, in der Beuten noch geschlossene Böden hatten: man ging davon aus, dass die quer stehende Wabe im Warmbau kalte Zugluft vom Flugloch besser abhält als im Kaltbau, wo die Gassen wie Kanäle direkt nach innen führen. Mit den heute fast überall verwendeten offenen Gitterböden hat dieser ursprüngliche Temperaturunterschied praktisch keine Bedeutung mehr.

Für die tägliche Arbeit bleibt der Unterschied trotzdem relevant, allerdings eher für den Imker als für die Bienen: im Warmbau lassen sich Waben wie Karteikarten von vorne nach hinten ziehen und von der Rückseite bearbeiten, im Kaltbau steht der Imker seitlich an der Beute und hebt die Rähmchen gerade nach oben heraus. Manche Beutensysteme, etwa die quadratische Warré Beute, erlauben durch Drehen der Zargen sogar den Wechsel zwischen beiden Bauweisen.

Quellen (2)

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