Rundmade und Streckmade
Lexikon
Die Larve der Biene durchläuft zwei gut unterscheidbare Erscheinungsformen.
Die Larve der Biene durchläuft zwei gut unterscheidbare Erscheinungsformen. Als Rundmade liegt sie gekrümmt, fast ringförmig am Zellboden und wird von den Ammenbienen gefüttert. In dieser Phase häutet sie sich mehrfach und nimmt sehr schnell an Gewicht zu.
Hat die Larve ihr größtes Gewicht erreicht, streckt sie sich der Länge nach in der Zelle aus. Das ist die Streckmade. Kurz darauf verschließen die Arbeiterinnen die Zelle mit einem luftdurchlässigen Wachsdeckel. Die Streckmade spinnt einen feinen Kokon, stellt ihre Bewegungen ein und wird zur Vorpuppe, damit beginnt die Puppenruhe.
Die Unterscheidung ist für den Imker praktisch nützlich. Rundmaden bedeuten offene Brut und damit Nachschaffungsmöglichkeit, wenn die Königin fehlt. Streckmaden dagegen sind für eine Nachschaffung schon zu alt. Wer den Zustand des Brutnestes beurteilt, liest daran ab, wie lange das Volk bereits weisellos ist und ob eine Weiselprobe noch sinnvoll ist.