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Honigtau

Lexikon

Honigtau ist kein pflanzliches, sondern ein tierisches Ausscheidungsprodukt, das von Blattläusen, Schildläusen und ähnlichen Insekten stammt, die den zuckerhaltigen Saft aus den Siebröhren von Bäumen saugen und den überschüssigen Zucker als klebrige Tropfen wieder ausscheiden.

Honigtau ist kein pflanzliches, sondern ein tierisches Ausscheidungsprodukt, das von Blattläusen, Schildläusen und ähnlichen Insekten stammt, die den zuckerhaltigen Saft aus den Siebröhren von Bäumen saugen und den überschüssigen Zucker als klebrige Tropfen wieder ausscheiden. Honigbienen sammeln diese süßen Ausscheidungen ebenso wie Nektar und verarbeiten sie im Bienenstock zu Honig weiter, dem sogenannten Honigtauhonig, der im allgemeinen Sprachgebrauch meist Waldhonig genannt wird.

Honigtauhonig unterscheidet sich chemisch deutlich von reinem Blütenhonig, weil Honigtau nahezu alle Mineralstoffe des Siebröhrensaftes enthält. Dadurch weisen Honigtauhonige eine deutlich höhere elektrische Leitfähigkeit und einen höheren Mineralstoffgehalt auf als Blütenhonige, ausserdem einen etwas höheren pH Wert, obwohl sie gleichzeitig mehr organische Säuren enthalten. Unter dem Mikroskop erkennt man Honigtauhonig zusätzlich an typischen Bestandteilen wie Pilzelementen, Algenresten und kleinen Wachsröhren, die im reinen Blütenhonig fehlen.

Für Imker ist Honigtau stark witterungsabhängig, denn die Honigtau erzeugenden Läuse vermehren sich nur unter bestimmten Wetterbedingungen stark, sodass Waldtracht in manchen Jahren praktisch ausbleibt und in anderen Jahren sehr ergiebig ist. Ein häufiges Missverständnis ist, Honigtau mit einer Art Pflanzensaft gleichzusetzen, tatsächlich handelt es sich um ein Ausscheidungsprodukt von Insekten, das erst durch die weitere Bearbeitung der Bienen zu echtem Honig wird.

Quellen (3)

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