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Elektrische Leitfähigkeit

Lexikon

Die elektrische Leitfähigkeit ist einer der wichtigsten Messwerte der Honiganalytik.

Die elektrische Leitfähigkeit ist einer der wichtigsten Messwerte der Honiganalytik. Sie wird in Millisiemens je Zentimeter angegeben und beruht darauf, dass die Mineralstoffe im Honig überwiegend als Salze vorliegen und den Strom leiten. Je mehr Mineralstoffe, desto höher der Wert. Die Messung hat die frühere Bestimmung des Aschegehalts weitgehend abgelöst.

Die Honigverordnung nutzt den Wert, um Blütenhonig von Honigtauhonig zu trennen. Honig im Allgemeinen und Mischungen dürfen höchstens 0,8 Millisiemens je Zentimeter erreichen, Honigtauhonig und Kastanienhonig müssen mindestens 0,8 erreichen. Ausgenommen sind unter anderem Heide, Linde, Eukalyptus und Erdbeerbaum, die von Natur aus aus dem Raster fallen.

Typische Messwerte verdeutlichen die Spannweite: Robinie liegt bei etwa 0,16, Raps bei etwa 0,18, Waldhonig bei etwa 1,07 Millisiemens je Zentimeter.

Für die Sortenbestimmung wird die Leitfähigkeit zusammen mit dem Pollenspektrum, dem Zuckerspektrum, Farbe, Geruch und Geschmack herangezogen. Ein einzelner Wert reicht nie aus, um eine Sortenangabe zu belegen.

Quellen (3)

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