Bienensachverständiger
Lexikon
Bienensachverständige sind geschulte Imker, die die Veterinärbehörden in Fragen der Bienengesundheit unterstützen.
Bienensachverständige sind geschulte Imker, die die Veterinärbehörden in Fragen der Bienengesundheit unterstützen. Sie werden von der zuständigen Behörde bestellt und arbeiten meist ehrenamtlich oder nebenamtlich. Ihre Aufgaben liegen zwischen Amt und Imkerschaft: Sie nehmen Bienenstände in Augenschein, ziehen Futterkranzproben, beurteilen Brutbilder vor Ort und begleiten die Sanierung von Faulbrutbeständen fachlich.
Im Seuchenfall ist der Bienensachverständige oft der erste, der an den Stand kommt. Die Anordnungen selbst trifft aber der Amtstierarzt, nicht der Sachverständige. Viele Landesverbände bilden Bienensachverständige in mehrtägigen Lehrgängen aus und frischen das Wissen regelmäßig auf.
Für den einzelnen Imker sind sie außerdem eine praktische Anlaufstelle bei einem unklaren Brutbild oder vor der ersten Wanderung. Die Bezeichnung und der genaue Zuschnitt der Aufgaben unterscheiden sich zwischen den Bundesländern, in Österreich und der Schweiz gibt es vergleichbare Funktionen unter anderen Namen, etwa den Bieneninspektor.