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Buckfast-Biene

Lexikon

Die Buckfast-Biene ist keine Unterart, sondern eine Zuchtherkunft.

Die Buckfast-Biene ist keine Unterart, sondern eine Zuchtherkunft. Begründet wurde sie von Karl Kehrle, bekannt als Bruder Adam, in der Abtei Buckfast in England. Ausgangspunkt war der Zusammenbruch der einheimischen Dunklen Biene durch eine Erkrankung zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Kehrle kreuzte überlebende Dunkle Bienen mit italienischen Königinnen und arbeitete danach über Jahrzehnte weitere Herkünfte ein.

Das Zuchtprinzip heißt Kombinationszucht: Eigenschaften verschiedener Herkünfte werden gezielt zusammengeführt und die Kreuzung anschließend über mehrere Generationen verfestigt. Definiert ist die Buckfast-Biene deshalb über ihre imkerlichen Eigenschaften und nicht über ihr Aussehen. Genannt werden vor allem Sanftmut, geringe Schwarmneigung und Ertragsstärke.

In Deutschland steht sie in Konkurrenz zur Kärntner Biene, die in weiten Teilen des deutschsprachigen Raums die verbreitete Herkunft ist. Aus dieser Konkurrenz sind über die Jahrzehnte teils erbitterte Auseinandersetzungen entstanden, in Österreich gibt es sogar Landesrecht, das die Haltung anderer Herkünfte als der Kärntner Biene einschränkt. Wer sich für eine Herkunft entscheidet, sollte deshalb neben den Eigenschaften auch die Belegstellen und Zuchtstrukturen in seiner Region einbeziehen.

Quellen (3)

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