Fluglochkeil
Lexikon
Der Fluglochkeil ist ein einfaches Hilfsmittel aus Holz oder Kunststoff, mit dem sich die Öffnung des Fluglochs verkleinern lässt, ohne es vollständig zu verschließen.
Der Fluglochkeil ist ein einfaches Hilfsmittel aus Holz oder Kunststoff, mit dem sich die Öffnung des Fluglochs verkleinern lässt, ohne es vollständig zu verschließen. Er wird von außen vor oder in das Flugloch geschoben und verengt den Durchschlupf für die Bienen auf einen schmalen Spalt.
Eingesetzt wird der Fluglochkeil vor allem bei kleinen Völkern, frisch gebildeten Ablegern und im Winter, wenn ein großes Flugloch von wenigen Bienen kaum zu verteidigen ist. Ein verkleinertes Flugloch lässt sich von den Wächterbienen leichter kontrollieren, was das Eindringen fremder, räubernder Bienen sowie von Wespen erschwert. Auch als Schutz gegen Mäuse, die im Herbst gerne ein Winterquartier in der warmen Beute suchen, kommt der Keil zum Einsatz.
Ein typischer Fehler ist es, die Fluglochreduzierung erst dann vorzunehmen, wenn bereits Räuberei im Bienenstand zu beobachten ist. Sinnvoller ist es, das Flugloch bereits gegen Ende der letzten Tracht im Spätsommer vorsorglich zu verengen, solange die Völker noch stark genug sind, um den kleineren Zugang gut zu verteidigen. Bei starken Völkern im Sommer sollte dagegen nicht zu stark verengt werden, da sonst der Flugverkehr und die Belüftung der Beute behindert werden.