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Buckelbrut

Lexikon

Buckelbrut nennt man das charakteristische, unregelmäßig gewölbte Brutbild, das entsteht, wenn Drohnenlarven in eigentlich zu kleinen Arbeiterinnenzellen heranwachsen.

Buckelbrut nennt man das charakteristische, unregelmäßig gewölbte Brutbild, das entsteht, wenn Drohnenlarven in eigentlich zu kleinen Arbeiterinnenzellen heranwachsen. Weil eine Drohnenlarve mehr Platz braucht als eine Arbeiterinnenlarve, müssen die Bienen den flachen Zelldeckel zu einer buckelartigen Wölbung aufsetzen, um die Zelle zu verschließen. Namensgebend ist genau dieses höckerige, unruhige Aussehen der betroffenen Wabenfläche.

Ursache ist immer eine gestörte Eiablage: entweder eine alte Königin, deren Samenvorrat aufgebraucht ist, eine junge Königin, die wegen schlechten Wetters nie richtig begattet wurde, oder ein Volk ohne Königin und ohne junge Brut, in dem stattdessen einzelne Arbeiterinnen zu legen beginnen. In allen drei Fällen fehlen befruchtete Eier, sodass ausschließlich Drohnen schlüpfen, die zudem oft kleiner ausfallen als reguläre Drohnen.

Buckelbrütige Völker mit legenden Arbeiterinnen gelten in der Praxis als nicht mehr rettbar, weil sich meist mehrere Arbeiterinnen gleichzeitig an der Eiablage beteiligen und eine neu zugesetzte Königin nicht angenommen wird. Üblich ist es, ein solches Volk einige Meter vom Bienenstand entfernt auszukehren, damit sich die noch flugfähigen Bienen in Nachbarvölker einbetteln, während die legenden, oft flugunfähigen Arbeiterinnen zurückbleiben.

Quellen (2)

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