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Leerwabe

Lexikon

Als Leerwabe bezeichnet man eine bereits vollständig ausgebaute Wabe, deren Zellen von den Bienen fertig geformt wurden, die aber weder Brut noch Vorräte wie Honig oder Pollen enthält.

Als Leerwabe bezeichnet man eine bereits vollständig ausgebaute Wabe, deren Zellen von den Bienen fertig geformt wurden, die aber weder Brut noch Vorräte wie Honig oder Pollen enthält. Sie unterscheidet sich damit von einer bloßen Mittelwand, bei der die Bienen die Zellwände erst noch selbst hochziehen müssen, und von einer bebrüteten oder gefüllten Wabe, die bereits genutzt wird.

Leerwaben sind für den Imker wertvoll, weil die Bienen darauf sofort Nektar einlagern oder die Königin sofort mit der Eiablage beginnen kann, ohne dass zuvor Wachs und Energie in den Neubau der Zellen investiert werden müssen. Besonders im Honigraum werden gerne leere, aber unbebrütete Waben eingesetzt, damit der Honig von Anfang an in sauberen Zellen ohne Kokonreste der Brut eingelagert wird.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Leerwaben aus dem Honigraum und ehemaligen Brutwaben: Waben, auf denen bereits Brut aufgezogen wurde, dunkeln mit der Zeit nach und sammeln Rückstände aus den Kokons der Puppen, weshalb sie regelmäßig aus dem Brutraum entfernt und eingeschmolzen werden sollten, statt sie erneut im Honigraum zu verwenden. Zur Aufbewahrung können unbebrütete Leerwaben bei guter Lagerung recht lange aufgehoben werden, während alte Brutwaben zügig aus dem Kreislauf genommen werden sollten.

Quellen (2)

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