Massentracht
Lexikon
Als Massentracht bezeichnet man großflächig und gleichzeitig blühende Trachtquellen, die in kurzer Zeit sehr viel Nektar und Pollen liefern.
Als Massentracht bezeichnet man großflächig und gleichzeitig blühende Trachtquellen, die in kurzer Zeit sehr viel Nektar und Pollen liefern. Klassische Beispiele in Mitteleuropa sind Löwenzahn, Obstbaumblüte, Raps, Robinie und Linde.
Für den Imker ist die Massentracht die Grundlage der Honigernte und des Sortenhonigs, weil die Bienen sich dann fast geschlossen auf eine Quelle einstellen. Sie hat aber zwei Kehrseiten. Erstens endet sie abrupt, was zu Trachtlücken und in der Folge zu Räuberei führen kann. Zweitens reicht sie für eine gleichmäßige Volksentwicklung nicht aus, weil sie nur wenige Wochen im Jahr trägt.
Massentrachten entstehen häufig durch den Ackerbau. Wo sie das Trachtangebot dominieren, ist die Versorgung mit Pollen einseitig und in der übrigen Saison knapp. Für die Volksgesundheit ist deshalb die kleinteilige Läppertracht mindestens so wichtig.
Wer eine Massentracht nutzen will, plant den Honigraum und die Wanderung nach der Blühentwicklung, nicht nach dem Kalender. Werkzeuge dafür sind die Beobachtung der Trachtpflanzen vor Ort und die Stockwaage.